Danke, 16.01.2014

Hallo ihr Lieben!

Wow, was für ein merkwürdiges Gefühl! Normalerweise freue ich mich immer richtig darauf, dass endlich Donnerstag ist und ich die neue Fortsetzung online stellen kann; schreibe und plane den Beitrag oftmals sogar schon ein oder zwei Tage vorher.
Nicht, dass ich mich heute nicht freue, ganz im Gegenteil, aber dadurch, dass ich erst gestern einen Beitrag online gestellt habe, ist mein inneres Rhythmusgefühl (wenn man das so nennen kann) vollkommen durcheinander gekommen. Na was solls, die Hauptsache ist ja, dass ich die Fortsetzung dennoch veröffentliche. Ich freue mich ja darauf. Und bereuen, dass ich den Beitrag gestern veröffentlicht habe, kann ich auch nicht, denn dafür hat er einfach viel zu viel Spaß gemacht! Ich habe ein paar wunderschöne Rückmeldungen bekommen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Ach ja, Stereotypen sind doch alleine deshalb schon was Schönes, weil sie so sehr amüsieren, wenn man sie sich verdeutlicht.
Falls ihr den Beitrag noch nicht gelesen habt, lade ich euch an dieser Stelle ein, das schnell nachzuholen und ein Feedback dazu zu abgeben. Gemeinsam hat man doch noch viel mehr Freude!

Außerdem möchte ich mich herzlich bei den mittlerweile 151 Leuten bedanken, die mir bei Facebook folgen, bei euch Lesern meines Blogs natürlich auch!! Es ist einfach unglaublich, wie sehr sich meine Seite und mein Blog entwickelt haben und ihr macht mich sehr glücklich! Über 150, das ist der Hammer! Ich plane schon weiter fleißig kleine Aktionen, mit denen ich mich bei euch bedanken kann. Jetzt steht jedoch erstmal noch die große Verlosung an. Hoffentlich nehmt ihr daran teil! 🙂

Ich wünsche euch l viel Spaß mit der Fortsetzung – und einen schönen Tag, trotz Regen. Denkt dran, das Wochenende ist nicht mehr weit!!

Liebe Grüße,

eure Emma

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Weit nach drei Uhr ging Eric wahrscheinlich zum tausendsten Mal die Treppe hoch, nachdem er persönlich jemanden zur Tür begleitet und verabschiedet hatte. Sein erster Blick fiel auf Lina, die zusammengesunken in einem der Sessel saß, ihre Augen geschlossen. Sie schläft, stellte er zärtlich fest. Bei allem Lärm und der Musik, die noch um sie herum ist, kann sie einfach so schlafen.
Sie würde über Nacht hier bleiben. Erst vor etwas über einer Stunde hatte er deshalb eine kleine Diskussion mit ihr geführt. Sie hatte wissen wollen, wann und wie sie nach Hause kommen würde, und als er ihr verkündet hatte, dass sie bei ihm schlafen würde, hatte sie sich – wie zu erwarten – vehement gewehrt.
„Ich kann nicht hier schlafen! Ich muss nach Hause! Ich habe weder etwas zum Übernachten dabei, noch weiß irgendjemand Bescheid, wo ich bin.“
Eric hatte sie, halb amüsiert, halb entschlossen, daran erinnert, dass keiner in der Lage war, sie zu fahren, dass es in dieser Nacht wohl kaum möglich wäre, ein Taxi zu bekommen, von der Busverbindung ganz abgesehen, und dass er sich ganz einfach wünschte, dass sie bei ihm bliebe.
Sie hatte sich, wenn auch mit einem leichten Hauch von Panik in den Augen, geschlagen gegeben.
Nun lag sie da, völlig erschöpft und in unbequemer Lage, weil der Schlaf sie eingeholt hatte.
Eric hockte sich neben sie und berührte leicht ihre Schulter. „Hey, Dornröschen.“
Langsam blinzelnd öffnete Lina ihre Augen und schaute ihn müde an. „Ja?“
„Komm, geh doch einfach ins Bett. Jetzt ist eh kaum noch etwas los.“ Zärtlich strich er mit seinen Fingerspitzen über ihre Wange.
Mit einem leisen Brummeln wuchtete sie sich aus ihrem Sessel und stand auf wackeligen Beinen neben ihm. Ihr blondes Haar war völlig wirr und eine kleine Knautschfalte hatte sich auf ihrer rechten Wange gebildet.
Erics Herz hätte vor Glück platzen können.
Er griff nach ihrer Hand und führte sie aus dem Wohnraum.
„Du kannst in meinem Bett schlafen. Ich mache es mir dann einfach auf dem Sofa bequem“, schlug er ihr vor, während Lina, deutlich erschöpft, nach ihrem Toilettenbeutel griff. „Ich kümmere mich um die letzten Gäste und komme dann nach.“
Mit der Gewissheit, dass Lina nun gänzlich zur Ruhe kommen würde, ging er wieder zu den Überresten der Partygesellschaft – und stellte fest, dass diese nun mehr nur noch aus Sascha und Sally bestand.
„Gerade sind die letzten gegangen!“, verkündete Sascha und ließ sich seufzend auf das Sofa fallen. „Geschafft!“
Sally und Eric setzten sich ebenfalls. Durchaus zufrieden mit dem Verlauf des Abends ließen sie ihre Blicke durch den Raum schweifen, jeder in Gedanken bei seinem eigenen persönlichen Höhepunkt.
Sascha hatte es genossen, Musik und Getränke unter die Menschen zu bringen, Sally dachte an die vielen neuen Bekanntschaften – und Eric an Lina.
„Ich würde sagen, der Abend war ein voller Erfolg“, stellte dieser dann auch schließlich fest.
„Vor allem für dich!“, grinste Sascha. „Wo ist die Kleine denn überhaupt hin?“
„Hast du nicht gesehen, wie müde sie war? Ich habe sie ins Bett gebracht.“
„Aha.“
Sally warf ihrem Freund einen warnenden Blick zu. „Sei vorsichtig mit dem was du sagst!“
„Mehr als du? Das ist nicht schwer.“ Sein Grinsen war unvermindert breit, und als Eric Sallys finsteren Blick sah, musste auch er lachen.
„Besser kann man gar nicht ins neue Jahr starten!“, stellte er schließlich fest.
Sally warf ihm einen neugierigen Blick zu. „Also seid ihr nun so richtig zusammen.“
„Ich denke ja.“ Eric kratzte sich am Kopf. „Zumindest gehe ich davon aus. Wir haben das aber nicht besprochen, oder so.“
„So etwas muss man doch auch gar nicht besprechen.“, warf Sascha belustigt ein.
„Normalerweise nicht“, stimmte Sally zu, blies sich aber nachdenklich ein paar Strähnen aus ihrem rosigen Gesicht. „Aber es gibt Ausnahmen.“
Eric betrachtete sie stirnrunzelnd. „Meinst du, ich soll sie fragen? Hey, sag mal Lina, sind wir jetzt eigentlich zusammen oder nicht? Da fühle ich mich doch wie im Kindergarten!“
„Ich könnte sie morgen einfach mal fragen.“, bot sie an. „Ein kleines Gespräch unter vier Augen, sozusagen.“
„Ja, davon hat sie bestimmt noch nicht genug!“, warf Sascha ein und zog eine Grimasse.
„Idiot!“ Sally boxte ihm auf den Arm.
„Weißt du, Eric, du hättest sie eigentlich noch ein bisschen länger auf die Folter spannen können. Du hast ihr viel zu schnell das schlechte Gewissen genommen.“, stellte Sascha fest, während er seinen schmerzenden Arm rieb.
Eric lachte auf. „So gemein bin ich nicht.“ Nach einem weiteren Blick in die Runde stand er energisch auf. „Also, ich bin eigentlich noch nicht müde. Ich glaube, ich räume schon einmal ein bisschen auf.“
„Eine gute Idee!“, stimmte Sascha zu, und auch die beiden Amerikaner erhoben sich tatendurstig.
Eric wandte sich an Sally. „Rede bitte mit ihr.“
Sie schmunzelte.

Als Eric schließlich leise sein Zimmer betrat, war es schon fast fünf Uhr. Erfreut stellte er fest, dass Lina ihm ein Kissen und eine Decke auf das Sofa gelegt und aufgeschlagen hatte, sodass er sich nur noch hinlegen musste. Gähnend kuschelte er sich unter das Laken, nicht ohne mit Aufregung daran zu denken, dass Lina nur wenige Schritte von ihm entfernt in seinem Bett lag.
In seinem Bett!
Niemals hätte er geglaubt, dass das vorkommen würde. Und obwohl er zu Beginn sehr mit sich hatte kämpfen müssen, hätte er sich vermutlich den ganzen Abend lang nicht getraut, sie zu küssen, wenn Sally das Ganze nicht unfreiwillig beschleunigt hätte.
Zufrieden glitt er hinüber in einen Dämmerzustand.
Bilder vom Abend schwebten vor seinen Augen, verselbstständigten sich und formten sich zu neuen, noch unbekannten. Immer wieder sah er Lina vor sich, ihr Lächeln, ihre hübschen, grünen Augen. Zufrieden drehte er sich auf die Seite und genoss die Wärme, die durch seinen ganzen Körper strömte.
Lina…
„NEIN!“
Er war fast eingeschlafen, als der Schrei ihn senkrecht in die Höhe schießen ließ.
Pure Verzweiflung tönte durch die Dunkelheit seines Zimmers, Panik und Schmerz. Entsetzt strampelte Eric innerhalb weniger Sekunden die Decke von sich, rannte zu seinem Bett und suchte mit zittrigen Fingern nach dem Lichtschalter. Das Licht blendete ihn, als die Birne schließlich aufblinkte, und ein leiser Fluch entkam seinen Lippen, während er unsicher blinzelnd nach Lina suchte.
Sie war halb verborgen unter der großen Decke. Rastlos warf sie ihren Kopf hin und her, während sie gequält vor sich hin wimmerte. Ihr Körper war schweißbedeckt.
„Lina!“ Eric versuchte, sie wachzurütteln, erntete dafür aber nur einen weiteren Schrei.
Sein Herz wurde ganz kalt. „Lina, wach auf!“
Immer noch war sie gefangen in ihrem quälenden Albtraum, und da Eric sich nicht anders zu helfen wusste, glitt er neben sie unter die Decke und zog sie fest an seine Brust.
„Schhht“, murmelte er, während er gegen ihre wild um sich schlagenden Arme und Beine kämpfte.
„Hör auf, du tust mir weh.“, schluchzte sie, und dicke Tränen rannen über ihre feuchtkalten Wangen.
Entsetzt versuchte er, sie aus ihrem Albtraum zu befreien. „Lina, niemand tut dir weh. Ich bin bei dir, ich passe auf dich auf!“, murmelte er, seinen Kopf an ihre schweißgetränkte Wange gedrückt. Schließlich
(endlich)
merkte er, wie ihr Widerstand geringer wurde. Er berührte sie, versuchte, sie dadurch in die Gegenwart zurück zu holen, und schaute gebannt in ihr verzerrtes Gesicht, bis er das Flattern ihrer Augenlider bemerkte.
Erleichtert presste er seine Lippen auf ihre Haut. „Na endlich.“
Ihre Augen öffneten sich und wanderten unsicher durch den Raum. Als sie realisierte, dass sie, umschlossen von Erics Armen, mit rasendem Herzen und schweißüberströmt in seinem Bett lag, zuckte sie zusammen.
„Hey.“ Seine zärtliche, leicht atemlose Stimme durchdrang die Mauer, hinter der sie sich gerade hatte verstecken wollen. „Du hast schlecht geträumt.“
Oh ja, allerdings. Sofort kam die Erinnerung an ihren Traum zurück, und ihr Puls beschleunigte sich wieder panisch. Ein Schluchzen entkam ihrer Kehle.
„Schhht.“ Er wiegte Lina leicht hin und her, in der Hoffnung, dass sie sich dadurch ein wenig beruhigte. Ihr gehetzter Blick gefiel ihm ganz und gar nicht. „Alles ist in Ordnung. Ich bin hier.“
Lina blieb stumm, da sie ihrer Stimme nicht traute. Seine Nähe gab ihr das Gefühl, nicht alleine zu sein, und obwohl sie das niemals erwartet hätte, beruhigte sie das ein wenig.
Ich bin hier.
Erschöpft schloss sie ihre Augen, wodurch sich weitere Tränen aus ihren verklebten Wimpern lösten.
Eric seufzte tief auf. „Möchtest du darüber reden?“
Sie schüttelte ihren Kopf.
„Das ist nicht das erste Mal, dass du so schlecht geträumt hast, oder?“ Seine Gedanken wanderten zu jenem Nachmittag, als er sie Zuhause besucht hatte und sie ebenfalls verschreckt aus ihrem Schlaf gerissen wurde.
Wieder nur ein Kopfschütteln als Antwort.
„Oh Lina.“ Seine Kehle schnürte sich zu. „Ich möchte dir helfen, hörst du?“
Sie presste ihr Gesicht an seine Brust.
Eine ganze Weile verharrten sie so. Eric verfolgte, wie sich Linas Atem langsam beruhigte. Als er sich sicher war, dass sie wieder einschlafen würde, versuchte er, sie sanft aus seiner Umarmung zu lösen.
„Nein, nicht.“, bat Lina ihn schwach.
Er erstarrte in seiner Bewegung und schaute sie erstaunt an.
„Bleib bei mir. Bitte.“
Sein Herz schwoll an voller Zärtlichkeit, quoll über, und verströmte Zuneigung für das zerbrechliche, kleine, geliebte Mädchen in seinen Armen.
„Gerne.“ Er presste ihr einen Kuss auf die Schläfe und knipste das Licht endgültig aus.
Kurz darauf waren beide eingeschlafen.

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