Das Fundament, 21.07.2013

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben. “ (Hermann Hesse)

Mit diesem wunderschönen Zitat möchte ich meinen heutigen Eintrag beginnen.
Seit gestern habe ich wirklich viel geschafft, was mich unglaublich glücklich macht. Es fühlt sich an, als sei ein Knoten in mir geplatzt. Plötzlich fühle ich mich wie ein Brunnen, der förmlich übersprudelt, so viel steckt in mir, was ich niederschreiben möchte. Mein Notizbuch ist mein ständiger Begleiter, denn wenn mir etwas einfällt, muss ich es unbedingt notieren. Das können Gedankenfetzen sein, Fortsetzungen meiner Geschichte oder einfach nur ein paar aufgeschnappte Informationen, die ich möglicherweise verwerten könnte. Allerdings war das nicht immer so.

Ich habe viele Stunden des Zweifelns hinter mir. Vielleicht kennt ihr das ja auch – man ist nicht zufrieden mit sich selbst und dem was man tut. Man fragt sich, ob das „tatsächlich alles“ ist, ob das Leben wirklich nicht mehr bietet. Irgendwie fühlt man sich gelähmt. Am schlimmsten ist dabei das (zugegeben subjektive) Gefühl der Ohnmacht.

Nun, ich habe eine Zwangspause hinter mir, in der ich viel Zeit hatte, über mein derzeitiges Leben nachzudenken. Ich habe festgestellt, dass ich mich dabei etwas verloren habe. Wofür habe ich meinen Traum, wenn ich ihn nicht verfolge?
Wie kann ich die Chance der Verwirklichung ergreifen, wenn ich selber nicht dafür kämpfe? Ich habe mich dazu entschlossen, nun wieder zu kämpfen. Ich habe ein Ziel vor Augen, und das werde ich verfolgen. Auch wenn das gewisse Bedingungen in meinem Leben nicht ändert, stellt es dennoch plötzlich alles in ein ganz anderes Licht. Meine Schwerpunkte haben sich verschoben und ich bin hochmotiviert! Am wichtigsten ist dabei jedoch das Gefühl, aktiv an sich und seinen Zielen zu arbeiten. Nichts ist schlimmer als vernichtende Passivität.

Wie ich in meinem vorherigen Beitrag bereits erwähnt habe, schreibe ich schon wirklich lange. In den vergangenen Tagen habe ich meine Dateien durchforstet und mir alte Sachen von mir durchgelesen. Dies hat mich berührt und oftmals auch zum Schmunzeln gebracht. In vielen Zeilen steckt eine Naivität, die man im Nachhinein natürlich erwarten kann: immerhin war ich damals noch um einiges jünger. Gleichzeitig klingt manches oftmals schon viel zu erwachsen für ein 12-jähriges Mädchen. Ein Beispiel dafür ist ein Gedicht, dass ich genau in diesem Alter geschrieben habe. Ich möchte dies gerne mit Euch teilen, vielleicht könnt ihr ja nachvollziehen, was ich meine. Vielleicht denkt ihr auch ganz anders darüber, dann könnt ihr euch ebenfalls gerne dazu äußern!

Vorher möchte ich jedoch noch einmal an euren Mut appellieren: Wenn es etwas gibt in eurem Leben, was euch glücklich macht, eine heimliche Leidenschaft, ein Hobby, ein Traum – so kann ich euch nur wärmstens empfehlen, alles daran zu setzen, dies zu verfolgen. Es gibt meiner Meinung nach kaum etwas Schöneres als dieses Gefühl der absoluten inneren Zufriedenheit. Wenn man weiß, dass man aktiv etwas für die Verwirklichung seiner Ziele getan hat. Vielleicht ändert es nicht die Welt von heute auf morgen – doch die Zukunft ist für alle offen, und wenn man sich dafür einsetzt, ist vieles, wenn nicht gar alles möglich!

Nun wünsche ich euch jedenfalls einen schönen Abend und einen guten Start in die Woche! Hoffentlich gefällt euch mein Gedicht!

Herzliche Grüße,
Emma

Einmal…

Einmal dein Gesicht berühren
einmal deine Sonne spüren,
einmal nur mit dir lachen,
einmal eine Freude machen.

Einmal durch den Park gehen,
einmal dich privat sehen,
einmal spürn so wie du fühlst,
einmal sagen wie du mich quälst.

Einmal, nur einmal möchte ich dich sehen,
nur einmal möcht ich mit dir gehen,
ein einzig mal vor Freude singen,
einmal in die Lüfte springen.

Einmal dir zeigen: Da liebt dich wer,
ein, einmal, ist das denn so schwer?
Einmal Mut zusammenfassen,
einmal Gefühlen Freilauf lassen.

Einmal, einmal ist sehr schwer,
schwer, so schwer, es geht nicht mehr.
Vergessen ist die alte Lust,
verbunden ist sie nun mit Frust.

Ich habe einen Fehler gemacht,
geträumt, gedacht, doch nicht gelacht.
Ich habe Dinge nicht getan,
nun schaust du eine andere an.
Verborgen bleibt dir mein Gefühl,
von diesen hab ich viel zu viel.

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