Erfolg(sgarantie), 16.02.2014

Hallo, ihr Lieben.

Dieser Blogeintrag ist irgendwie vollkommen ungeplant. Eigentlich wollte ich gerade auf Facebook eine dieser Fragen stellen, die kurz, prägnant und auffordernd sind. Rege Beteiligung habe ich mir gewünscht, ehrliche Antworten und verschiedene Perspektiven.

Doch dann, als ich einleitend selber die Frage beantworten wollte, musste ich feststellen, dass die Frage keineswegs einfach zu beantworten ist.

Es ist wie mit dem Bild des Eisberges im Meer. Die kleine Spitze ragt über das Wasser, spitz und grell blitzend in der Sonne. Doch in der Tiefe des Meeres nimmt der Berg Ausmaße an, die man nicht im entferntesten erahnen kann, wenn man nur einen oberflächlichen Blick über die Spitze schweifen lässt.
Also sitze ich nun hier, trinke nachdenklich einen Schluck Kaffee und malträtiere mal wieder meine Tasten.

Ich habe euch schon an unterschiedlichsten Stellen und zu unterschiedlichsten Zeiten daran erinnert, dass mein vergangenens Jahr nicht zu den Besten meines Lebens gehört. Und, ohne dass ich jetzt irgendwie auf die Tränendrüse drücken will, von denen gab es einige.

Gerade saß ich also so vor meinem Laptop, den großen, langsamen, leicht kaputten, und starrte auf meine Emmaseite. Auf der Suche nach einer geeigneten Frage, die ich meinen mittlerweile über 550 Anhängern stellen könnte, stolperte ich über die ganz besonders bedeutsame: „Was muss geschehen, damit das Jahr 2014 für euch erfolgreich wird?“.

Schweigen. Schweigen in mir und in meinem Kopf. Und dann polterten die ganzen Möglichkeiten los, immer verknüpft mit dem vergangenen Jahr. All die Wenns, Obs, Abers, all die Erinnerungen an jene Ereignisse des Vorjahres, die mich nicht gerade glücklich gestimmt haben. Doch dann klärte sich das Durcheinander und ein einziger, strahlender Gedanke setzte sich durch: Schon jetzt kann ich tatsächlich sagen, dass das Jahr 2014 für mich ein besseres wird als das vergangene, obwohl gerade einmal 1,5 Monate vergangen sind. Obwohl ich nach wie vor krank bin, nicht mehr in meinem alten Beruf und vor einem riesigen Berg ungewisser Hindernisse, die sich mir sicherlich noch bedächtig in den Weg stellen werden, sobald ich damit nicht rechne.
Und bei diesem Gedanken bereitet sich eine Wärme in mir aus, vom Kopf bis zu den Zehenspitzen.

Doch was ist anders? Ich möchte gerne eine jüdische Weisheit zitieren. „Es wird nicht eher hell, bis es nicht ganz dunkel geworden ist.“ Manchmal muss man Krisen durchstehen, um herauszufinden, was man wirklich möchte. Ganz klar kann ich diese Weisheit bejahen, ist meine Liebe zur Schriftstellerei doch inmitten meiner schlimmsten Krankheitsphase vollkommen erwacht und hat endlich, endlich die Oberhand gewonnen. Nach Regen folgt auch wieder Sonne, und oftmals produziert dieser Wechsel einen schillernden Regenbogen. Mein Regenbogen strahlt gerade in den schönsten Farben und ich weiß, dass am Ende mein sprichwörtlicher Topf Gold steht. Und warum? Weil ich nun wirklich weiß, was ich möchte. Mein bisheriges Leben hatte eine klare, gerade, asphaltierte Straße, war komfortabel und, abgesehen von den typischen Krisen des Lebens, die jeder Mensch irgendwann einmal erlebt, recht einfach.
Und deshalb war der Weg auch nicht der Richtige für mich. Mag sein, dass die Vorhersehbarkeit mir Sicherheit vorgegaukelt hat, doch erfüllt hat sie mich nicht.
Nicht einmal im Geringsten.

Also, was mache ich in diesem Jahr anders?

Ich wage den Sprung ins Wasser. Ich stürze mich mitten hinein in meinen Traum, der nicht nur unfassbar schön ist, sondern auch ungewiss ob seiner Sicherheit. Garantiert mir mein Traum ein sicheres Einkommen auf meinem Bankkonto, mit Spielraum für meinen Taschen-, Nagellack- und Buchtick?
Nein.
Garantiert mir dieser Traum einen sicheren, asphaltierten Weg?
Nein.
Aber er garantiert mir ein Abenteuer, einen Weg vorbei an wunderschönen Landschaften, durch hübsche Wälder, über hohe Berge und am Strand entlang. Dieser Weg ist nicht vorhersehbar und wird manchmal sicherlich auch schwierig – aber diesen Weg will ich.
Und ist es nicht das, worauf es ankommt?

Also. Was muss geschehen, damit mein Jahr 2014 zum Erfolg wird?
– Ich muss schreiben. Und schreiben. Und immer wieder die Zeit zum Schreiben finden.
– Ich muss studieren. Deutsche Literaturen, denn ich will die Unsicherheiten des Künstlerdaseins mit einem passenden Beruf untermauern, einem Beruf, der mich in der selben Sparte arbeiten und leben lässt.
– Natürlich muss ich gesund werden. Das braucht Zeit, aber wenn ich die bereits genannten Ziele verfolge wird das sicherlich kein Problem.

Und… ich brauche euch. Bleibt weiter an meiner Seite, denn ihr seid eine unglaubliche Motivation.

Punkt.

Ich folge meinem Regenbogen. Ich gehe querfeldein. Und von Weitem sehe ich schon die Sonne. Das ist doch alles, was zählt, oder? Warum sollte man immer nur sehen, wie die anderen das schaffen, was man selber gerne tun würde? Warum sollte man nicht einfach selber versuchen, seinen Traum zu realisieren? Das wichtigste ist, dass man den ersten Schritt macht. Jeder ist für sein eigenes Glück zuständig. Man muss sich einfach dazu entscheiden, einen Weg zu gehen, der einen glücklich macht. Klingt einfach, ist schwer, aber machbar – glaubt es mir! Und jeder Stolperstein, der auf dem Weg zum Glücklichsein liegt, der einen zurückwirft, kämpfen lässt und den man dann doch überwindet, macht allemal glücklicher als ein Stück bequemen Weges auf der Straße des kleinsten Widerstandes.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr eure Meinung zu diesem Thema abgeben würdet. Gerne hier oder bei Facebook. Hauptsache ihr teilt mir mit, was euer Jahr erfolgsversprechend macht. Oder ob ihr mein Geschwafel unerträglich klischeehaft findet. Oder was auch immer!

Ich freue mich darauf!

Habt noch einen schönen Sonntag,

eure Emma

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