Sommerblues, 29.08.2013

Hallo liebe Leser.

Ich weiß nicht warum, doch irgendwie erfasst mich in den letzten Tagen – trotz strahlend warmer Sonne und blauem Himmel, nur von wenigen fluffigen Wolken durchzogen – immer wieder ein Gefühl von Winterwehmut.

Vielleicht, weil es morgens, wenn ich das Haus verlassen muss, von Tag zu Tag dunkler wird. Mit dem schwindenden Tageslicht verringert sich leider auch meine Motivation. Meine Schritte sind weitaus weniger kraftvoll, wenn ich plötzlich durch das schummerige Dämmerlicht tapsen muss.

(Ihr dürft gerne selber Rückschlüsse daraus ziehen, wann genau ich nun aus dem Haus gehe)

Bei den vereinzelten Menschen, denen man zu dieser Uhrzeit über den Weg läuft, handelt es sich in der Regel immer um dieselben. Einen „Guten Morgen“ murmeln wir uns zu, wohl wissend, dass wir es weitaus besser fänden, würden wir nach wie vor im Bett liegen.
Dort würde uns auch die fortschreitende Dunkelheit nicht stören.
Zudem trifft man mit unschöner Regelmäßigkeit auf angeheiterte Partygäste, die die Nacht zum Tag gemacht haben und nun Richtung Schlafgemach stolpern, während man selber gerade erst das letzte Sandkorn aus den Augen gewischt hat. Und fühlt sich gleichzeitig spießig, weil man diesen Anblick unschön findet. Nicht lange her, dass man selber dazu gehört hat, zumindest eher noch als zu der früh aufstehenden Arbeiterschaft.
Wehmut.

Irgendwie ist das alles im Hellen besser zu ertragen.

Ebenso nicht unerheblich ist die immer häufiger gestellte Frage nach Silvesterplänen. Oder die hoch offiziell besprochenen Urlaubstage, die man zu den Feiertagen nehmen wird.

Ich denke an den letzten Winter zurück, wehmütig.

Jedenfalls rieche ich morgens, wenn ich das Haus verlasse und die Luft noch klar ist, einen Hauch von Kälte in der Luft. Kennt ihr diesen frisch-beißenden Geruch in der Nase, der die Atemwege frei macht und leicht kribbelt? Genau den meine ich!
Ich glaube, der Sommer hat sich uns schon von seiner schönsten Seite gezeigt. Alles, was nun kommt, nähert sich dem Herbst, und dann ist der Winter unweigerlich. Innerlich fange ich wieder an, mich einzukuscheln, und dieses Gefühl ist derart abstrus, dass ich nur den Kopf schütteln kann – denn während ich dies schreibe, wärmt mich die Sonne durch das Fenster.

Verrückte Welt.

Bitte teilt mit mir Geschichten des Sommers und der Sonne, damit ich diese unliebsame Winterkälte vertreiben kann, die noch lange nichts in mir zu suchen hat!
Erzählt mir vom Urlaub, vom grünen Gras, prickelndem Sekt an lauen Sommerabenden, getrunken auf dem Balkon, während die letzten Sonnenstrahlen um die Hausecke lugen. Ich verlange nach wärmenden Geschichten. Seid mein Frederick und wärmt mich von Innen. Erzählt mir vom Sommer!

Eure Emma

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