Strandbauten, 17.09.2013

Hallo liebe Welt!

Ich schaue aus dem Fenster. Eben noch hat es in Strömen geregnet, ganz kurz nur, aber es hat laut und gemütlich auf dem Dach geprasselt. Jetzt scheint schon wieder die Sonne.
Herbstwetter vom Feinsten!
Es ist besonders gemütlich, hier in meiner kleinen Gedankenblase zu sitzen und mit euch dort draußen zu kommunizieren, wenn das Wetter solche Kapriolen schlägt, und mein Herz wird ganz warm vor Freude und Aufregung.

Heute habe ich gemeinsam mit meinem Freund die letzten Umzugskartons ausgeräumt. Nein nein, der Umzug hat nicht erst vor kurzem stattgefunden; genau genommen ist er schon über ein Jahr her. Doch vielleicht kennt ihr das ja: es gibt immer den ein oder anderen Karton, voller Kram und Gedöns, den man ewig vor sich her schiebt, in der Ecke verstauben lässt, stets vergisst (oder soll ich lieber sagen: verdrängt?). Die Sachen, die sich dort drin befinden, sind wertvoll genug, um nicht weggeschmissen zu werden – häufig vor allem aufgrund des ideellen Wertes – aber auch nicht so essentiell, als dass man sie in den vergangenen Monaten schmerzlich vermissen musste.

Beim Durchstöbern sind einige Erinnerungsfetzen aufgekommen, Reisen in die Vergangenheit. Da waren die Postkarten von dem Kurztrip nach Paris, gekauft mit der Absicht, sie in dem nach wie vor nicht existierenden Fotoalbum einzukleben. Ein Klassenbild aus der Grundschule, wo ich mit selbstgestricktem pinken Pulli und ebenso pinken Wangen etwas unbeholfen in der hinteren Reihe stehe. Ein altes Portemonne. Schulzeugnisse von früher.
Ein altes Notizbuch, in dem ich Gedankenblitze notiert habe, sorgfältig für die spätere Verwendung dokumentiert und dann nahezu vergessen.

In einer solchen Erinnerungsstimmung musste ich schließlich auch meine alten Gedichte erneut durchstöbern und bin auf ein melancholisches Exemplar gestoßen, das zwar keinen direkten Zusammenhang mit meiner aktuellen Situation aufweist, aber dennoch genügend in mir ausgelöst hat, um es nun mit euch teilen zu wollen. Meine leicht unbeholfenen lyrischen Bemühungen von damals bringen mich immer wieder zum Schmunzeln. Kleine Ausflüge in ein Land, dass ich nicht weiter bereisen möchte – doch die Erinnerungsfetzen bewahre ich mir gerne auf. Sie sind eindeutig nicht für den Müll gedacht.

Macht euch einen schönen Tag. Genießt den Herbst, die Sonnenstrahlen, schenkt euch ein Lächeln – und stöbert vielleicht in alten Kisten herum, die nur darauf warten, euch in bereiste Länder mitzunehmen!

Viele Grüße,

eure Emma

****************************************************************

Traumschloss

Ich baute mir ein Schloss aus Sand
Hatte meine Lebensträume in der Hand
Wollte deine Wünsche erfüllen
Doch dies ging gegen deinen Willen

Gestern hat es an der Tür geschellt
Ein großes Licht mein Leben erhellt
Doch draußen erwartete mich der Schmerz
Denk ich daran, zerbricht mein Herz

Warum hast du mir das angetan?
Warum schaust du eine andre an?
Ich dachte niemals im Traum daran
Dass mir so etwas passieren kann

Die Wahrheit war zuviel für mich
Und deshalb nur verdamme ich dich
Hättest du mich nur angelogen…
Du hast mich um meiner selbst betrogen

Ich baue mir ein Schloss am Meer
Ein „Damals“ gibt’s für mich nicht mehr
Die Liebe gibt’s nicht mehr, nur Schmerz
Mit freundlichem Gruß von meinem Herz

(2. April 2004)

Advertisements

Hast du eine Meinung dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s