Traumwerkstatt, 19.12.2013

Hallo liebe Leser!

Es ist wieder Donnerstag, und somit wird es Zeit, meine Fortsetzung mit euch zu teilen!

Doch bevor es soweit ist, muss ich mal wieder ein paar persönliche Worte loswerden! Diejenigen von euch, die mir bei Facebook folgen, haben es ja bereits gelesen: ich bin am Montag Abend mit der Rohfassung meiner zweiten Geschichte fertig geworden.
Es ist so ein unglaubliches Gefühl!
Noch im Juli hätte ich ganz bestimmt nicht geglaubt, dass ich am Ende des Jahres dort stehen würde, wo ich nun stehe!
Ich habe mir vor ein paar Wochen den Vorsatz gesetzt, bis zum Ende des Jahres soweit zu sein, dass „Lina“ in die Testleserunde geht, außerdem wollte ich mit der Rohfassung von Sara fertig werden…

… und genau das habe ich geschafft!

Nicht nur das, im Laufe der Zeit sind mir zwei Ideen für neue Buchprojekte gekommen. Das etwas andere Buchprojekt, das Richtung Thriller geht und das mich im Traum heimgesucht hat und – witzigerweise auch per Traum zu mir gekommen – die Geschichte, der ich mich ab Januar widmen werde. Diese wird auch etwas anders sein als meine bisherigen Geschichten, wird aber im Endeffekt wieder eine Romanze beinhalten. Aber eben auf etwas andere Art und Weise 😉 Der Traum hat mich sehr stark berührt. Ich bin mehrfach nachts aufgewacht und immer habe ich an der selben Stelle weitergeträumt, wenn ich eingeschlafen bin.
Meine beiden Hauptcharaktere heißen Eva und Ben. Letzterer Name wurde per Verlosung auf Facebook gefunden. Ich freue mich unglaublich darauf, mich bald in die Planung zu stürzen und die beiden näher kennen zu lernen! Ich glaube, wir werden sehr gute Freunde.

Ich finde es unglaublich spannend. Scheinbar scheint der Traum meine Inspirationsquelle zu sein. Nachts erreichen mich meine Ideen, ob kurios oder tatsächlich umsetzbar. Das fing schon früh an, als ich mit circa 14 Jahren einen derart realistischen Traum hatte (leider eher Richtung Alien-Invasions-Horror einzuordnen), dass er mich tagelang verfolgt hatte. Und da man sich in dem Traum nicht am Fenster blicken lassen durfte, habe ich mich dementsprechend möglichst fern davon gehalten. So schlimm sind meine aktuellen Trauminspirationen nicht, aber sie haben mich ähnlich gepackt wie damals. Und da ich mich und meine haftende Fantasie kenne, kann ich mich darauf verlassen, dass ich noch in einem Jahr genau weiß, was ich geträumt habe. Deshalb kann ich mich jetzt erst einmal ganz in Ruhe dem einen Traum widmen.
Ist ja schon irgendwie luxuriös. Wie viele Menschen würden sich wünschen, dass solche Ideen im Schlaf kommen? 🙂
Vielleicht habe ich mein Netbook ja auch deshalb „Traumwerkstatt“ genannt!

Abgesehen von diesen schreiberischen Sachen habe ich aber auch so sehr viel geschafft in dieser Woche. Ich bin komplett mit den Geschenken durch, sie sind sogar alle eingepackt und ich bin hochzufrieden. Der ein oder andere „Termin“ steht noch an, insgesamt kann ich mich jetzt jedoch vor allem auf die kommenden Tage freuen. Ganz entspannt und voller Vorfreude!

Ich bin richtig glücklich und hoffe, dass es euch ähnlich gut geht!!

Jetzt wünsche ich euch jedenfalls erstmal viel Spaß beim Lesen der Fortsetzung. So viel soll gesagt sein: Obwohl ich diesen Abschnitt schon unzählige Male gelesen habe, erfüllt er mich doch jedesmal wieder mit kribbeliger Spannung. Ob es euch wohl genauso geht?

Ganz liebe Grüße,

eure Emma!

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Mit dem sicheren Gefühl, den Rest des Abends nichts mehr essen zu können, strich Lina über ihren täuschend flachen Bauch. Die Portion Nudeln, die sie in sich hineingeschaufelt hatte, hätte andernorts ein halbes Dorf versorgt, doch unter dem prüfenden Blick von Sally
(der, wohlbemerkt, keinesfalls unsympathisch gewesen war)
hatte sie auch noch den letzten Rest Soße vom Teller gekratzt.
Nun saßen sie im gedämpften Flackerlicht der unechten Fackeln
(eine der weniger skurrilen Ideen von Sascha)
und hielten funkelnde Kristallgläser voll Schaumwein in die Höhe.
„Auf einen schönen Abend und einen guten Start ins neue Jahr!“, erklärte Eric feierlich.
Mit hellem Klirren stießen sie an. Über den Rand des Glases hinweg fing er Linas Blick auf und hielt ihn eine Weile fest. Das Grün ihrer Augen blitzte. Es gefiel ihm, wie schnell sie sich mit den Amis arrangiert hatte. Sicherlich ließe sich daraus noch etwas machen, überlegte er. Immerhin waren sie noch einige Tage da. Da konnte man bestimmt noch gemeinsam etwas unternehmen…
„So. Nun verschwinden Sascha und ich und machen uns etwas frisch!“, unterbrach Sally flötend seine Gedanken und erhob sich, das halbvolle Glas noch in der Hand. Sie warf Eric einen bedeutungsschweren Blick zu. „Bis gleich.“
Sascha zuckte mit den Schultern, machte ein Gesicht als wolle er sagen ‚Ich bin doch schon fertig’, folgte ihr dann aber.
Als Eric und Lina sich nun alleine gegenüber saßen, räusperte er sich verlegen. Die Luft zwischen ihnen knisterte vor Spannung. Er wusste genau, was Sally ihm mit ihrem Blick hatte sagen wollen, doch nun, da er mit ihr alleine war, fehlte ihm der Mut. Lina drehte verlegen das Glas zwischen ihren Händen.
„Und?“, platzte es schließlich aus Eric heraus.
Sie ließ sich einen Moment Zeit, um ihre Gedanken zu ordnen. „Sie sind… nett.“
„Siehst du?“ Er lächelte sie an. Als ihm jedoch schon wieder nichts mehr einfiel, was er ihr sagen konnte
(das stimmte so nicht, er hätte eine Menge sagen können, eines unangemessener als das andere)
leerte er sein Glas mit einem großen Schluck, stellte er ruckartig auf den Tisch und stand auf. „Tja.“ Er bohrte seine Hände tief in seine Hosentaschen. „Ich sollte mich dann auch so langsam mal umziehen.“
Unsicher blickte Lina zu ihm auf. „Okay.“
„Willst du mitkommen?“ Kaum ausgesprochen, hätte er sich dafür in den Hintern treten können. Du Idiot! Wie klingt das denn? „Also, ich meine, damit du nicht alleine bist?“
Es war schwer zu sagen, ob die Röte ihrer Wangen einen anderen Ursprung als den Alkohol hatte. Lina merkte die Hitze, die in ihr Gesicht stieg und schüttelte kaum merklich den Kopf. „Nein, geh nur. Ich werde es schon überleben.“
„Ich beeile mich, versprochen.“ Fluchtartig verließ er sie. Als er die Tür zu seinem Zimmer aufstieß, schimpfte er laut vor sich hin. Ihm war bewusst, dass Sally lediglich beabsichtigt hatte, ihm einen Moment alleine mit Lina zu schenken, doch dazu war er gerade nicht bereit. Zunächst musste er die Gefühle, die heiß in ihm brodelten, seitdem er Lina frisch gebadet, mit glänzendem Haar und in dem Oberteil
(dem Oberteil!!)
gesehen hatte, unter Kontrolle bringen. Nur für wie lange? Er lachte kehlig auf. Gemäß des heutigen Anlasses und des Alkohols, der sicherlich in Mengen fließen würde, hielte er es mit Bestimmtheit nicht den ganzen Abend aus.
Eigentlich wollte er das ja auch nicht.
Wieso auch? Wieso gehe ich nicht einfach zurück, ziehe sie auf ihre Füße und küsse sie? Wieso sollte ich ihr nicht zeigen, was ich für sie empfinde?
Noch nicht!, flüsterte die Stimme der Vernunft beruhigend, die jedoch immer leiser und undeutlicher wurde. Die Zeit kommt noch!
„Das will ich wohl hoffen. Sonst platze ich!“, knurrte er leise vor sich hin.

Lina machte es sich im Sessel bequem. Die Beine an ihren Bauch gezogen, blickte sie gedankenverloren aus dem Fenster. Viel mehr als das Gewirbel von Schneeflocken und eine leichte Reflektion ihres eigenen Gesichts sah sie nicht. Eigentlich war sie ganz froh, für einen Moment alleine zu sein. Sie fühlte sich, als hätte sie im Laufe der letzten Stunde den Anschluss an die Geschehnisse verloren und musste nun erst einmal ihre Gedanken sortieren.
Viel zu viel war schon wieder passiert.
Doch so unangenehm sie die Situation zu Beginn empfunden hatte, konnte sie nun nicht mehr sicher sagen, ob sich ihre Befürchtungen bestätigt hatten. So schlimm war es eigentlich gar nicht gewesen. Ganz im Gegenteil, Erics Freunde waren ihr sogar recht schnell einigermaßen sympathisch geworden. Sie mochte Saschas unkomplizierte, entspannte Art.
Die braucht er wahrscheinlich auch, um mit seiner verrückten Freundin zusammen sein zu können, stellte sie schmunzelnd fest, und schätzte Sally somit von Anfang an deutlich besser ein, als Eric es bisher getan hatte. Außerdem fand sie es amüsant, wie gegensätzlich Sascha und Eric, rein äußerlich gesehen, waren.
Und Sally? Sie war eindeutig verrückt. Und sehr dominant. Aber auf eine freundliche Art und Weise. Lina mochte sie.
Das war es, was sie wirklich verwunderte. Seit wann mochte sie jemanden so schnell?
Es liegt bestimmt an der besonderen Situation. Deine erste Silvesterfeier, die Anspannung der letzten Tage… du brauchst einfach endlich einmal Abwechslung. Ihr Blick fiel auf das leere Glas, an das sie sich noch immer klammerte. Und an dem Alkohol.
Schließlich hörte sie, wie die Tür zu Erics Flur aufging, und sie schaute sich zu ihm um.
Und erstarrte.
Er trug einen weißen, enganliegenden Rollkragenpullover, der ihre Aufmerksamkeit das erste Mal darauf lenkte, wie breit seine Schultern tatsächlich waren. Dazu trug er eine anthrazitfarbene Stoffhose und schwarze, glänzende Abendschuhe. Die eine Hand in der ihm so ähnlichen Pose in die Hosentasche geschoben, stand er mit einem halben Grinsen in der Türöffnung. Er wirkte sowohl elegant, als auch unglaublich männlich. Seine braunen Augen blitzten. „Hey. Ich sagte doch, ich beeile mich.“
„Ja. Wow. Ich meine, du siehst gut aus.“, brachte Lina mühsam hervor.
„Danke.“ Nun grinste er sie breit an. Er konnte ihrem Gesichtsausdruck nur allzu gut ablesen, wie sehr sein Anblick sie umhaute, und das schmeichelte ihm. Aber schießlich hatte er sich extra für Lina viel Mühe gegeben.
Sein Blick fiel auf ihr leeres Glas und die unberührte Flasche. „Du hättest dir ruhig noch etwas nehmen können.“
„Hm.“ Verwirrt folgt sie seinem Blick und schüttelte, als sie sah, was er meinte, ihren Kopf. „Habe ich aber nicht.“
Habe ich aber nicht? Was für eine selten dämliche Antwort. Das hat er ja schon längst gemerkt, stöhnte sie innerlich auf.
„Offensichtlich.“ Nun kam er auf sie zu. „Dann lass uns doch noch einmal ganz persönlich miteinander anstoßen. Darauf, dass du doch mitgekommen bist.“
Stumm beobachtete sie, wie er ihnen Sekt eingoss. Als er ihr das Glas überreichen wollte, nahm sie seinen Geruch wahr. Ihr wurde ganz flau im Magen, so gut roch er. Um davon abzulenken, warf sie ihm einen herausfordernden Blick zu. „Willst du mich etwa betrunken machen?“
„Von dem Zeug?“ Er lachte belustigt auf. „Da solltest du mir eher unterstellen, dass ich dir üble Kopfschmerzen bereiten will.“
„Wow, berauschende Alternative.“
„Nicht wahr?“ Eric räusperte sich. „Also. Auf einen schönen Abend. Ich freue mich, dass du hier bist. Mein Ehrengast.“
Lina wollte ironisch auflachen, doch als sie sah, dass er es ernst meinte, blieb es ihr im Halse stecken. Sie schluckte einmal schwer und stieß mit ihm an. „Auf den Abend.“
Er trank einen kleinen Schluck und senkte das Glas bedächtig. „Ich denke wir haben jetzt noch eine Weile Zeit, bis die beiden sich wieder blicken lassen und die ersten Gäste werden wahrscheinlich auch erst in einer halben Stunde kommen. Soll ich dir noch den Rest des Hauses zeigen?“
Da ein Teil von Lina tatsächlich gerne sehen wollte, wie Eric und seine Eltern lebten, nickte sie.
„Prima.“ Schwungvoll zog er sie auf die Beine und verschüttete dabei fast etwas vom Inhalt ihres Glases. „Huch.“
Sie grinsten sich kurz an, doch Lina schaute schnell wieder weg.
Es darf nicht so schön werden. Ich muss eigentlich Abstand halten…
Als Eric sich in Richtung Treppe in Bewegung setzte, ließ er ihre Hand nicht los. Jeweils in der anderen Hand das Glas, gingen sie so ins Erdgeschoss.

Im Gästezimmer blickte Sally Sascha an. „Und, was meinst du?“
„Ich denke, er ist total in sie verschossen.“
Sie lachte perlend auf. „Oh ja. Aber das war uns ja eigentlich vorher schon klar. Und man muss schon blind sein, um seine ständigen, schmachtenden Blicke zu übersehen. Ich meinte eigentlich: was hältst du von Lina?“
„Tja. Ich denke es deckt sich mit dem, was Eric uns erzählt hat. Sie ist ein wenig schreckhaft und schüchtern. Scheint aber eine ganz Liebe zu sein.“
„Ja, und sie sieht auch recht hübsch aus.“
Ihnen war beiden bewusst, dass sie das Eigentliche, das Wesentliche sorgfältig umkreisten. Sie schwiegen kurz. Sascha kratzte sich nachdenklich am Kopf. „Irgendetwas ist wirklich nicht in Ordnung mit ihr. Kein Mensch kann so vorsichtig, so zurückhaltend sein. Nicht ohne Grund.“
Sally nickte zustimmend. Ihr Blick ging ins Leere, wurde dann aber plötzlich wieder klar. „Ich könnte versuchen herauszufinden was es ist.“
„Ach?“ Sascha schaute sie interessiert an. „Und wie?“
„Sei mir nicht böse, Schatz, aber ich möchte erst einmal schauen, was sich machen lässt, bevor ich mit dir darüber rede. Ich werde mich im Laufe des Abends mal ein bisschen um die Kleine kümmern.“
„Das kenne ich von dir ja.“ Er warf ihr einen liebevollen Blick zu. „Aber sei nicht zu forsch, okay?“

„Alleine eure Diele ist ungefähr so groß wie unsere ganze Wohnung.“, stellte Lina nüchtern fest.
„Mag sein.“, stimmte Eric ihr unbehaglich zu. Es war nicht seine Absicht gewesen, ihr diesen Kontrast deutlich zu machen.
„Ach komm, das ist doch nicht so schlimm.“, lenkte sie sofort ein. „Es gibt halt Menschen, die es besser trifft als andere.“
Da sie die Küche schon kannte, führte Eric sie direkt in das eigentliche Wohnzimmer. Es war beherrscht von großen Regalen gefüllt mit hunderten von Büchern. Lächelnd trat Lina auf sie zu und strich liebevoll über die vielen unterschiedlichen Einbände. „Ihr lest viel.“, stellte sie fest.
„Ja, das kann man so sagen.“, gab er zu. Gleichzeitig dachten sie beide an das ebenso gefüllte Regal mit Büchern in seinem Zimmer. „Allerdings ist das hier eher die Sammlung meiner Eltern.“ Er nahm eines der Bücher in die Hand und hielt es ihr hin. „Siehst du, ‚Öffentliches Recht’. Von Sach- über Fachbücher bis hin zu Romanen der verschiedensten Stilrichtungen findest du hier eigentlich alles. Unsere kleine, persönliche Bibliothek.“
Mit leuchtenden Augen schaute Lina sich um. „Ich finde es wunderbar. Wenn ich hier wohnen würde, ich wäre den ganzen Tag nur hier und würde lesen.“ Ihr Blick wanderte über die einladenden Sitzgelegenheiten. Dann seufzte sie leise auf und das Leuchten erlosch. „Man kann nicht alles haben.“ Sie wollte sich abwenden, wollte den Raum verlassen, doch Eric fasste sie sanft an die Schulter.
„Hey. Wenn du möchtest, kannst du jederzeit kommen und genau das tun. Du bist hier immer willkommen!“
Traurig schaute sie ihn an. „Das ist leichter gesagt als getan.“
Auch wenn diese Bemerkung ihn verwirrte, ging er nicht weiter darauf ein. Sein Puls raste, als er ihr in die Augen schaute. Schon wieder war er da, der unbändige Wunsch sie zu küssen.
Wie lange hielt er das noch aus?
Nicht mehr lange, wenn das so weiter geht! Mit zusammengebissenen Zähnen war er es nun, der sich abwandte und das Zimmer verließ. Diesmal lenkte er seine Schritte zur Küche. Hier gab es eine weitere Tür, und als er sich sicher war, dass Lina hinter ihm stand, stieß er sie auf. „Dieser Durchgang führt zum Wintergarten.“ Er ging durch einen weiteren kleinen Flur und stand schließlich in dem großen, verglasten Anbau, der Lina schon vorher aufgefallen war. Ein Holztisch mit passenden Stühlen stand mittig im Raum. Entlang der gesamten Fensterfront zog sich ein breites, hölzernes Fensterbrett, auf das in regelmäßigen Abständen Kissen verteilt waren und zum gemütlichen Sitzen einluden. Unzählige Kerzen flackerten überall.
„Aha, hier kann man sich also in kuscheliger Atmosphäre zurückziehen, wenn einem die Party zu bunt wird.“, stellte Lina fest. Auch hier gefiel es ihr ausnehmend gut.
Wieso muss er es so schön haben? Da wünsche ich mir direkt, noch einmal wiederkommen zu können… und das darf nicht sein, dachte sie traurig.
Eric merkte ihre Stimmungsschwankungen ebenso wie die leicht angespannte Atmosphäre, die zwischen ihnen herrschte. Es tat ihm Leid, dass seine Gefühlsverwirrungen einen beträchtlichen Teil dazu beitrugen. Tief durchatmend machte er einen kleinen Schritt zurück. „Ich denke, die ersten Gäste kommen bald. Möchtest du noch hierbleiben? Ich kann dich eine Weile in Ruhe lassen.“
Als sie sich zu ihm umdrehte, umspielte das Flackern der Kerzen sanft ihr Profil und tauchte ihre Haut in samtig weiches Licht. Sein Herz raste. „Nein, schon in Ordnung. Ich weiß ja jetzt, wohin ich mich zurückziehen kann, wenn ich es brauche.“
„Hierhin, oder zu den Büchern?“, versuchte er zu scherzen.
„Das hängt ganz von meiner Stimmung ab.“, gab sie ehrlich zu und zwang sich zu einem, wenn auch immer noch traurig wirkenden, Lächeln. Sie nickte in Richtung Tür. „Na komm. Bevor du die Ankunft der ersten Gäste verpasst.“
„Der wichtigste ist doch schon da.“, erklärte er schlicht.

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