Weihnachtsschmalzdank, 12.12.2013

Hallo, meine lieben treuen Leser!

Wisst ihr eigentlich, wie glücklich ihr mich macht?
Ich muss mal kurz Revue passieren lassen.
Wenn man mich insgesamt fragen würde, müsste ich vermutlich sagen, dass das Jahr 2013 nicht unbedingt das beste für mich gewesen ist. Es sind viele Dinge passiert – sowohl in meiner Familie als auch bei mir selber – die mich etwas ins Straucheln gebracht haben. Dazu kam dann noch eine ordentliche Portion Selbstzweifel, was meinen eigenen persönlichen beruflichen Weg angeht.
Die Misere war komplett.
Eine gute Freundin hat mir gesagt, dass gerade in solchen Situationen oftmals kreative Energien frei gesetzt werden, und das war es wohl auch bei mir.
Das ist es, was das Jahr 2013 für mich neben all dem anderen auch zu etwas ganz besonderem macht: ich habe mich wieder auf das Schreiben konzentriert und bin weiter gekommen denn je.
Und das habe ich zu einem großen Teil euch zu verdanken!
Ob es nun liebe Freunde sind, die meine Idee nicht als „fix und verrückt“ abgetan sondern mich von Anfang an mit warmen Worten und viel Unterstützung voran gebracht haben, oder eine andere ganz besondere Freundin, die mir ermöglicht hat, früh mit meiner Traumwerkstatt zu schreiben (so nenne ich mein Netbook), weil sie sie mir einfach gekauft hat. Vorgestreckt, einfach so, die verrückte Nudel!
Oder mein Freund, der mich immer und immer wieder aufgebaut hat!
Und nicht zuletzt ihr alle, die regelmäßig meine Beitrage lest, euer Feedback, das mich immer wieder ermuntert weiter zu machen.
Ohne euch wäre es einfach nicht das selbe. Nein, ihr gebt mir ganz, ganz viel Energie!

Im Juli ging mein Blog online. Kurz zuvor hatte ich wieder begonnen zu schreiben. Und diesmal, wusste ich, würde ich es anders machen als sonst. Ernsthafter. Falls ihr euch erinnert; zu der Zeit war ich sehr krank. Eine Weile danach kam dann der Facebookaccount dazu. Im Leben hätte ich nicht damit gerechnet, dass ich am Ende des Jahres dort stehen würde, wo ich nun bin: über 100 „gefällt mir“ Angaben, ein regelmäßiger Blog. Mein Herzstück Lina geht in die Testleserunde, eine zweite Geschichte ist fast fertig und eine dritte in Planung.
Wow!
Und alles durch eure Hilfe.
Ich danke euch so sehr. Tief aus dem Herzen. Ihr seid der Wahnsinn!

Hach ja. So viel Herzschmerzschmalzstimmung. Es liegt an der Weihnachtszeit, ganz bestimmt! Die macht sowas mit einem. Ich bin so sehr gerührt, das kommt sicher auch durch die Kerzen und Wham und all dem ganzen Kram, der einen in dieser Zeit so begleitet. Aber das Ende des Jahres nähert sich und es ist Zeit, sich zu bedanken. Und ihr seid es, die vor allem anderen meinen tiefsten Dank verdient habt!

An dieser Stelle möchte ich übrigens einen ganz besonderen Gruß an eine liebe Freundin richten. Die hatte sich ganz besonders auf den heutigen Tag gefreut, doch einige Zwischenfälle haben das, was für heute geplant war, leider zunichte gemacht. Ich schicke dir einen ganz besonders lieben Weihnachtsgruß und widme dir, vor allen anderen, die heutige Fortsetzung. Vielleicht hilft das ja ein ganz klitzekleines bisschen!

Ihr Lieben. Euch allen wünsche ich viel Spaß beim Lesen, falls ihr nach der Schmalzrede da oben noch Lust habt.
Genießt den Wintersonnentag und lasst euch von mir nur kurz am PC halten!

Ganz liebe Grüße,

eure Emma

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Das Wasser umschlang Lina liebevoll und wärmte sie bis in ihr Innerstes. Jeder einzelne Muskel entspannte sich nach und nach, während sie sich wohlig seufzend zurücklehnte. Endlich war sie alleine und konnte ihre Gedanken ordnen – sie hatte Angst gehabt, Eric würde ihre Aufgewühltheit erkennen. Nun konnte sie jedoch zur Ruhe kommen.
Oder einfach mal an gar nichts denken.
Oh ja, es war eine gute Idee gewesen, baden zu gehen…

Eric stellte im Wohnraum gerade die Playlist für den Abend zusammen, als Sascha gähnend aus dem Gästezimmer trat.
„Aha, ausgeschlafen?“
Ein weiteres Gähnen.
„Oder auch nicht.“ Gleich renkt er sich den Kiefer aus!
Sascha grinste. „Nach manchen activities braucht der Mann halt seine Ruhe.“
„Keine Details bitte!“, bat Eric, sein Gesicht schmerzlich verzogen.
„Und, was hast du die ganze Zeit über gemacht?“, fragte Sascha und hockte sich neben seinen Kumpel.
„Och, dies und das… ich habe Lina abgeholt.“
Verwundert riss Sascha seine Augen auf und wirkte nun gar nicht mehr müde. „Was, wow! Schon? Wo ist sie?“
Eric warf ihm einen kurzen Blick zu. „Tja, da wir beide sie hier nicht sehen, würde ich mal sagen: nicht da.“
Saschas Blick veränderte sich so schnell zu Unverständnis, dass er dümmlich wirkte. „Wie?“
Eric lachte auf. „Sie badet gerade.“
„Aha. Sie badet. Soso.“
„Ja.“, erwiderte Eric und klang nun gereizt.
Sascha sparte sich ein Kommentar. Mehr oder weniger schweigend und höchstens über die Musik sprechend schoben sie noch einzelne Lieder zurecht, bis auch Sally aus der amerikanischen Höhle kam.
Während sie die letzten Vorbereitungen für die Party trafen
(Man konnte meinen es kommen 200, keine 20)
fielen die Schneeflocken draußen immer dichter.
„Grillen wird heute wohl nichts mehr.“, bemerkte Eric düster.
„Ach, stell dich nicht so an! Das bisschen Schnee!“
Sally warf ihrem Freund einen ungläubigen Blick zu. „Willst du etwa da draußen stehen?“
„Nope. Hm. Wessen Idee war das ganze eigentlich?“
Zwei Augenpaare blickten ihn vorwurfsvoll an. Dann mussten sie alle lachen.

Als Lina etwa eine Stunde später im Badezimmer vor dem Spiegel stand, fühlte sie sich so gut wie schon lange nicht mehr. Die Schmerzen, die sie bisher geplagt hatten, waren zu einem dumpfen Pochen zurückgegangen und die ewige Verkrampfung in ihren Schultern ließ langsam nach.
Nachdem sie ihren Körper eingehend inspiziert hatte, war sie zu dem Ergebnis gekommen, dass einzig die kleinen, blauen Sprenkel in ihrem Nacken zu einem Problem werden konnten.
Wenn ich meine Haare offen lasse, dürfte es eigentlich niemand sehen, hatte sie sich überlegt, weshalb sie nun weich und glänzend auf ihren Rücken fielen.
Mit Freude hatte sie festgestellt, dass Eric unter anderem eines ihrer Lieblingsoberteile eingepackt hatte. Sie hatte noch nicht oft die Gelegenheit gehabt es anzuziehen, weshalb sie nun umso glücklicher war.
Es bestand aus zwei Lagen: einem schwarzen, enganliegendem Top, das unter einen halbdurchsichtigen Chiffonstoff genäht war, der mit seinem zarten Blumenmuster in verschiedensten Lilatönen locker ihre Figur umspielte. Die Ärmel fielen ihr bis auf die Handrücken, der Ausschnitt war oval.
Zu dem Oberteil trug sie eine dunkle Jeans, und natürlich die Kette.
Nach einigem Überlegen griff sie sich ihre Wimperntusche und trug ein wenig auf, viel mehr aber auch nicht.
Man sollte es ja auch nicht übertreiben!, stellte sie fest. Zufrieden betrachtete sie ihr Spiegelbild. Besonders der rosige Hauch auf ihren Wangen verriet, dass sie nicht nur frischer aussah, sondern sich auch deutlich besser fühlte als noch vor zwei Stunden.
Ich habe keine andere Wahl. Dafür kann ich Eric wirklich nur dankbar sein. Sie presste ihre Lippen leicht aufeinander, da sie nicht wusste, ob sie sich darüber freuen sollte oder nicht. Mit einem letzten, prüfenden Blick stellte sie fest, dass sie das Badezimmer ebenso sauber hinterließ, wie sie es auch vorgefunden hatte, und trat auf den Flur.
So viel zum schönen Teil des Abends… Lina erschauderte kaum merklich. Sie klopfte an Erics Zimmertür, und als nach einer Weile noch immer keine Reaktion kam, trat sie ein. Wie befürchtet war der Raum leer. Betont langsam legte sie ihren Rucksack und ihre alte Kleidung auf das Sofa neben sich.
Und was nun? Soll ich jetzt einfach durch das Haus rennen und ihn suchen? Einzig die Vorstellung erschrak sie. Alleine durch ein ihr fremdes Haus?
Schon schwand ihr gutes Gefühl wieder und wich der alten Anspannung. Sie sank auf die Sofakante und schaute sich suchend im Raum um, als fände sie dort einen Hinweis darauf, was sie nun machen sollte.
Am besten einfach flüchten!, stellte sie fest. Gerade überlegte sie, ob ein Sprung aus dem Fenster sehr leichtsinnig wäre, als Eric plötzlich in das Zimmer geplatzt kam.
„Mensch, da bist du ja!“ Neben Erleichterung darüber, dass er sie gefunden hatte
(als er feststellen musste, dass das Bad leer und verlassen war, dachte er schon sie sei einfach gegangen)
mischte sich ehrliche Verblüffung. Anerkennend ließ er seinen Blick über ihr Outfit gleiten. „Hübsch siehst du aus!“
Lina senkte errötend ihren Blick.
Für einen Moment zögerte er, als wäre er nicht sicher, was er nun sagen sollte. Dann riss er sich zusammen. „Also, bist du bereit?“
Da Lina wusste, was nun auf sie zukam, schlug ihr das Herz bis zum Halse. Trotzdem nickte sie.
„Ach komm, du siehst aus, als würde ich dich auf die Schlachtbank führen!“ Seine Augen blitzen sie schalkhaft an. „Sascha und Sally sind wirklich nett!“
„Und… wer ist noch alles da?“, fragte sie mit schwacher Stimme.
„Bisher keiner.“
„Deine Eltern-“
„Sind selber bei Bekannten. Noch sind wir mit den Amis alleine. Ach komm, Lina. Sie tun dir schon nichts. Sie freuen sich sogar schon darauf, dich kennen zu kernen.“
Lina schnaubte. „Klar.“
„Sicher.“ Eric trat auf sie zu, reichte ihr seine Hand und zog sie auf die Beine. Er schenkte ihr ein strahlendes Lächeln.
Linas Herz raste.
Das war das denkbar schlimmste, was ihr passieren konnte. Fremde Leute. Und dann auch noch Freunde von Eric. Amerikaner. Schon jetzt fühlte sie sich von ihnen eingeschüchtert, und das, obwohl sie sie gar nicht kannte.
Der kurze Weg durch den Flur kam ihr ewig lang vor, und dennoch nicht lang genug. Panik nagte langsam aber sicher immer mehr an den Ecken ihres Bewusstseins. Ihr blieb nicht einmal genügend Zeit, sich innerlich zu wappnen, da stieß Eric schon die Tür zum Wohnraum auf und Lina erhaschte einen Blick auf sie. Für den Bruchteil einer Sekunde konnte sie, halb verborgen hinter seinem Rücken, einen ersten Eindruck von den beiden bekommen. Sie saßen nebeneinander auf dem großen Sofa. Er hatte den Arm um seine Freundin gelegt und sie schienen sich leise zu unterhalten. Tief durchatmend stellte Lina fest, dass Sascha und Sally nahezu normal aussahen.
Dann stoppte das Gespräch, und sie merkten offensichtlich, dass Erics mysteriöse Lina in der Tür stand. Sie wandten ihren Kopf.
„Ah!“ Sascha erhob sich und ging mit weit geöffneten Armen auf sie zu. „Du bist also Lina!“
Eric trat einen Schritt zur Seite und entblößte Lina so der vollen Aufmerksamkeit. Sie schluckte. „Ähm. Ja. Ich denke schon.“
Sascha lachte dröhnend auf – und schloss sie fest in die Arme. „Ich bin Sascha und das da vorne ist meine Freundin Sally. Schön dich kennen zu lernen!“
Eric, der Linas Anspannung und vor allem auch ihren starren Gesichtsausdruck sah, spannte seine Muskeln an. Es überraschte ihn, wie schnell sein Beschützerinstinkt einsetzte, selbst bei Sascha. Dann jedoch merkte er, wie so etwas wie Erleichterung über Linas Gesicht huschte, und er entspannte sich wieder. Im selben Moment ließ Sascha sie auch schon los und trat einen Schritt zurück.
Lina blickte Eric kurz an, und als er sie ermutigend ansah, verzog sie ihren Mund zu einem vorsichtigen Lächeln. „Danke, ebenso.“
Nun kam auch Sally angehuscht und drückte sie einmal kurz. „Endlich können wir uns ein eigenes Bild von dir machen. Eric hat so viel von dir erzählt! Wir waren schon richtig gespannt – wer ist das mysteriöse Mädchen? Wer spukt unserem Eric so durch den Kopf?“
Den Mund noch immer zu einem Ansatz von Lächeln verzogen, war Lina kaum in der Lage, einen Ton hervorzubringen. Sie fühlte sich wie von einer Riesenwelle überrollt.
„Herrje. Du hast dich ja schon schick gemacht!“, führte Sally ihren Redeschwall fort. Sie blickte an ihrem eigenen Jogginganzug hinab, kicherte auf, stellte aber nach einem Blick auf die Uhr fest, dass ihr noch mehr als eine Stunde blieb, bis auch sie sich umziehen musste. „So, du dünnes Ding. Und nun sollten wir dir mal eine gescheite Grundlage schaffen, bevor wir Gastgeber“ Sie warf Eric einen frechen Blick zu, „und unser Ehrengast das erste Mal gemeinsam anstoßen!“
Wie selbstverständlich marschierte sie zur Treppe und war in null Komma nichts verschwunden.
„Hell, she fucking knows what she wants.“ Entschuldigend blinzelte Sascha die anderen beiden an. „Let’s go. Wir haben eh keine Chance.“
„Wo bleibt ihr denn?“, dröhnte es passenderweise schon von unten.
Eric grinste schmal. „So langsam glaube ich, dass ich sie unterschätzt habe. Verdammt unterschätzt. Komm Lina, Mama Sally ruft!“

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