Alkohol + Verunsicherung = Drama

Hallo, meine lieben Leser!

Schon wieder kann ich euch mit einem breiten Lächeln im Gesicht schreiben. Könnt ihr euch noch an letzte Woche erinnern? Da hatte ich das Bild von Lina und Eric gepostet, dass ich von einer lieben Freundin zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Ich war so unendlich glücklich darüber, dass ich es mit euch teilen musste.

Nun, heute ist es schon wieder so, dass mich ein ganz bestimmter Mensch zum Lächeln gebracht hat – und wie! Heute erhielt ich ein Paket von der Autorin der Seite „Selbstgeschriebe Geschichten“ , mit der ich schon seit längerem einen schönen, bereichernden und intensiven Kontakt pflege.

Einfach so!

Ganz viel Naschereien, Badezusätze und sogar einige Hinweise, wie ich mich in ihrem Genre versuchen kann, das mich zwar sehr reizt, zu dem mir aber noch der Zugang fehlt. Tipps, Textbeispiele aus ihrer Feder (die sehr wertvoll sind, da ich sie für hochbegabt halte) und somit eine unglaubliche Hilfe, um mich diesen Genre anzunähern. Dazu liebe Worte und ganz viel fürs Herz. Ich bin so wahnsinnig glücklich, dass ich das einfach mal mit euch teilen muss! 🙂 Ich kann es kaum fassen, dass ich so tolle Menschen um mich herum habe. Es rührt mich tief im Herzen, dass ich dieses Glück erleben kann, denn selbstverständlich ist das heutzutage nicht mehr! Ich hoffe sehr, dass auch ihr den ein oder anderen Mensch habt, der euch alleine durch seine Anwesenheit, durch sein Dasein zum Lächeln bringen kann.

Meinen heutigen Beitrag möchte ich Valerie widmen, der neugewonnenen Freundin, die ich nicht mehr missen möchte.

Ich hoffe ihr anderen seid jetzt nicht allzu neidisch, weil ich Woche um Woche mit meinen tollen Freunden prahle. Es muss einfach sein, ich muss es mit der Welt teilen. Dafür teile ich nun ja auch wieder etwas von meiner Lina mit euch – die in absehbarer Zeit im Handel erhältlich sein wird. Auf jeden Fall noch bevor ich sie hier zu Ende fortgesetzt habe, so viel kann ich versprechen. 🙂
Auch wenn die Fortsetzung heute nicht ganz so viel von Endorphinen durchmischt ist, wie ich es gerade bin, hoffe ich dennoch, dass ihr viel Spaß beim Lesen habt.

Ich wünsche euch einen tollen, sonnigen Nachmittag und schöne Osterfeiertage im Kreise eurer Liebsten! Lasst es euch gut gehen und entspannt eure Seele!

Viele Grüße,

eure Emma

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Es war weit nach drei Uhr, als sich die Party langsam aber sicher auflöste. Nur der ganz harte Kern, der sich vorgenommen hatte, bis zum Morgengrauen zu bleiben, hielt die Stellung. Marina, Thomas, Eric und Lina wollten jedoch nach Hause. Das andere Pärchen bot ihnen an, sich gemeinsam ein Taxi zu nehmen, doch Eric schlug das Angebot aus. Er wollte lieber zu Fuß nach Hause gehen, in der Hoffnung, an der frischen Luft wieder einen etwas klareren Kopf zu bekommen.
Und eventuell noch ein bisschen mit Lina reden zu können.
Die ersten Meter liefen sie schweigend. Lina hatte große Schwierigkeiten, geradeaus zu gehen. Ihr persönlich wäre ein Taxi lieber gewesen, doch sie hatte nichts gesagt, als Eric das Angebot abgelehnt hatte. Ihr war nicht ganz klar, wie sie es bis in ihr Bett schaffen sollte, ohne vorher einfach umzufallen. Auf der einen Seite war sie völlig aufgekratzt vom Tanzen und vom Roten Bullen, auf der anderen Seite hundsmüde und ihre Füße taten weh. Außerdem musste sie dringend auf die Toilette.
„Hat es dir gefallen?“, fragte Eric sie schließlich leise.
„Ja. Es war lustig“, erwiderte Lina automatisch. In gewisser Weise stimmte es ja auch. „Und dir?“
„Es war nett.“ Eric verstummte, doch man sah, dass er noch nicht fertig war. „Weniger schön war es zu sehen, wie die anderen dich mit ihren Blicken verschlungen haben.“
„Bitte was?“, prustete Lina los. Das kam ihr so abstrus vor, dass sie erst einmal stehenbleiben musste.
Eric runzelte die Stirn. „Ich finde das gar nicht so lustig. Eigentlich fand ich es sogar ziemlich blöd.“
Der Alkohol war ganz bestimmt schuld daran, weshalb sie einer so verqueren Logik folgte. „Achso. Es ist also so abwegig, dass mich jemand interessant findet?“
Eric knirschte mit den Zähnen. „Das habe ich nicht behauptet! Ich finde es nur schlimm, dass dich plötzlich alle angeifern, nur weil du mal ein sexy Outfit trägst und mit Marina tanzt, als hättet ihr zwei ein Verhältnis!“
Verschiedenste Antwortmöglichkeiten schossen ihr durch den Kopf – genügend Zündstoff hatte er ja gegeben – doch alles, was sie hervorbrachte, war: „Immerhin falle ich überhaupt mal jemandem auf.“ Sie setzte sich in Bewegung und eilte voraus, einen sprachlosen Eric hinter sich lassend.
Doch natürlich hatte er sich schnell wieder gefasst. „Was willst du damit sagen?“ Wie erwartet bekam er keine Antwort. Mit großen Schritten holte er auf, bis er neben Lina ging. „Warum habe ich das Gefühl, als würdest du mir irgendetwas unterstellen?“
Lina schüttelte nur leicht den Kopf.
Eric merkte, wie er immer wütender wurde. „Ich glaube nicht, dass es das ist, was du willst! Irgendeine Wichsvorlage für pubertierende Jugendliche zu sein!“
„Wichsvorlage? Bist du vollkommen übergeschnappt?“, keifte Lina zurück. „Wer spricht denn von so was, wenn nicht irgendein ebenso pubertierender Jugendlicher?“
Eric atmete tief durch. „Dann nenn es anders, meinetwegen. Aber mehr ist das doch nicht, wenn plötzlich sämtliche Jungs, die sonst kaum einen Gedanken auf dich verschwenden, große Augen bekommen, nur weil du dich verdammt sexy auf der Tanzfläche bewegst!“
Linas Herz pochte schneller. „Sexy?“
Eric verdrehte die Augen. „Natürlich sah das sexy aus, was denkst du denn?“ Am liebsten hätte er hinzugefügt, dass auch ihm ziemlich warm dabei geworden war, doch das konnte er sich im letzten Moment verkneifen. Seine Wut verpuffte wieder bei dem entwaffnenden Anblick ihrer Verblüffung. Nun konnte er sich wieder sicher sein, dass das alles nur unbewusst gewesen war. Dass sie niemals gezielt vorgehabt hatte, sämtliche männliche Geschöpfe im Raum scharf zu machen.
Und das tat seiner Eifersucht gut.
Es passte wieder zu der Lina, die er kannte. Im einen Moment weise wie eine alte Frau, dann wieder unschuldig wie ein zehnjähriges Mädchen. Er schluckte.
Sie hatten fast das Haus der Jansens erreicht.
Lina kämpfte mit sich. Sie wusste nicht, ob sie die Worte aussprechen sollte, die ihr so auf der Seele brannten. Jetzt wäre genau der richtige Zeitpunkt, genügend Alkohol hatte sie intus. Morgen hätte sie wieder keinen Mut dazu. Mit schwer klopfendem Herzen blieb sie vor der Haustür stehen und drehte sich zu Eric um. Im Halbschatten außerhalb des Lichtkegels der Straßenlaternen sah er nur schemenhaft ihr Gesicht. Lediglich ihre großen Augen leuchteten ihn klar an. Er sah sofort ihre Unsicherheit.
„Fandest du mich sexy?“, wisperte sie schließlich und sprach endlich das aus, was sie den halben Abend schon beschäftigte. Sie klang ängstlich, angespannt… und irgendwie auch ungläubig.
Eric räusperte sich, bewusst, dass er nun nicht mehr aus dieser Situation herauskam – außer er würde lügen. Und das kam nicht in Frage. „Ja, das fand ich. Und ich finde dich auch sonst ziemlich… anziehend.“
Linas Herz klopfte rasend schnell und schwer. „Aber…“
Eric legte seinen Zeigefinger auf ihre Lippen. „Wollen wir nicht lieber rein gehen? Es ist doch viel zu kalt hier draußen.“
Lina ging rückwärts, bis ihr Rücken an die Tür stieß. Ihre Augen waren groß und schimmerten. Diese Antwort hatte sie so unvorbereitet getroffen, dass sie nicht wusste, was sie darauf sagen solle.
Bestimmt lügt er. Das sagt er nur, weil er denkt, dass er es muss!, schoss es ihr durch den Kopf, während sie nach dem Türknauf tastete.
Eric verringerte den Abstand, den sie zwischen ihnen geschaffen hatte, bis er ganz nah vor ihr stand. Ihre Knie wurden weich. „Was ist los, Lina?“
„Ich…“ Der Mut verließ sie schon wieder, doch als sie sich von ihm abwenden wollte, hob Eric seine Hand an ihr Kinn und zwang sie wieder, ihn anzuschauen.
„Lina, bitte sag mir, was in dir vorgeht!“, drängte er sie mit rauer Stimme.
In dem Moment brannte eine Sicherung in ihr durch, denn anstatt ihm eine Antwort zu geben oder abzuwinken, drückte sie sich impulsiv an ihn und gab ihm einen forschen, drängenden Kuss.
Eric, der mit dieser Reaktion am wenigsten gerechnet hatte, umschlang sie instinktiv und presste ihren kleinen, schmalen Körper ganz fest an sich. Er erwiderte ihren Kuss, genoss das Feuerwerk der Gefühle und der Lust, die sich in ihm ausbreitete, und…
…schob sie ganz plötzlich von sich, als er merkte, wie er steif wurde. Im selben Moment erkannte er, was für einen Fehler er gemacht hatte, als ein Ausdruck tiefster Verletztheit über Linas Gesicht huschte.
Das ist nur zu deinem Schutz! Verstehst du das nicht?, hätte er sie am liebsten angeschrien, doch das Bewusstsein, dass Lina das allererste Mal einen Schritt auf ihn zugemacht hatte – und er sie eiskalt abgewiesen hatte, denn so musste es ihr vorkommen – verschlug ihm die Sprache.
„Bitte lass mich rein. Ich will ins Bett“, wisperte Lina kaum hörbar.
Eric wusste nicht, wann genau dieser Abend eine so katastrophale Wendung genommen hatte. Er verfluchte den Alkohol. „Lina, bitte lass mich erklären-“
„Jetzt!“, befahl Lina, und plötzlich klang ihre Stimme wie Stahl, denn so fühlte sie sich in ihrem Innersten. Sie wusste nun, dass Eric gelogen hatte. Wenn er sie so anziehend fand, warum hatte er sie dann so von sich geschoben? Nein, er sah in ihr immer das Missbrauchsopfer. Ein kleiner wandelnder Benefizhaufen, an dem er Gutes tun konnte, wenn ihm danach war, mehr aber auch nicht.
Kaum hatte Eric die Tür mit zittrigen Händen einen Spalt weit aufgeschoben, als Lina schon im Haus verschwand und in ihr Zimmer flüchtete

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