Überraschung für meine Liebe(n)

Ach herrje,

schon wieder habe ich euch viel zu lange vernachlässigt!! Das ist aber auch verdammt schwierig für mich, momentan alles unter einen Hut zu bringen. Jetzt, wo ich nicht mehr regelmäßig eine Fortsetzung von Lina veröffentlichen „muss“ und ich somit keinen festen Tag habe, an dem ich einen bestimmten Beitrag veröffentlichen möchte, stelle ich fest, dass ich den Blog leider sträflich vernachlässige. Doch ihr wisst ja, warum ich derzeit so wenig Zeit habe, von daher denke ich, dass ihr mir vergeben könnt.

Ich habe jedoch eine gute Nachricht für euch! Ich mache Fortschritte, was die Genesung angeht. Ich bin guter Dinge und hoffe, bald schon wieder in meinen richtigen Alltag zurückfinden zu können! Zudem habe ich einen ganzen Haufen Korrekturarbeit hinter mich gebracht und kann  mich nun wieder meiner eigenen Produktivität widmen. Zwei Aspekte, die sich positiv auf mein Autorendasein auswirken!

Ich kann es wirklich kaum erwarten, den Buchmarkt mit einem neuen Werk von mir zu erweitern. Es ist ein tolles, unbeschreibliches Gefühl, fast schon wie eine Sucht, meine Geschichten niederzuschreiben und daran zu denken, dass auch sie irgendwann ihren Weg in den Handel finden.

In letzter Zeit erhalte ich so oft so tolles Feedback von Lesern. Erst gestern schrieb mir eine liebe Freundin völlig unerwartet: „Echt toll, was du dir da ausgedacht hast. Mach bloß weiter so!!!“
Könnt ihr euch vorstellen, wie breit mein freudiges Grinsen war? Wie laut mein Herz gepocht hat vor Freude?
Ja, ich will weiter, ich will mehr, ich möchte weitere Bücher schreiben – und daran arbeite ich. Ab heute endlich wieder „Vollzeit“, da die Korrekturphase vorbei ist. Ihr bekräftigt mich dabei und gebt mir durch eure Worte so viel!!

Deshalb möchte ich euch auch heute ein ganz besonderes Geschenk machen, vor allem einer Person unter euch. Liebe Tanja, ich habe dich sehr, sehr lieb gewonnen und ich hoffe, ich kann dir mit dem Folgenden einen großen Gefallen tun. Ich habe lange überlegt, ob ich es tun soll oder nicht, doch dann habe ich mich dafür entschieden. Du warst das ausschlaggebende Argument!
Ich möchte das erste Kapitel von der Fortsetzung von Lina hier und jetzt für dich, für euch öffentlich machen. Ganz besonders für dich, liebste Tanja, da du mir sehr ans Herz gewachsen bist und weil ich weiß, wie sehr du der Fortsetzung entgegen fieberst. Außerdem hoffe ich, dass ich dir somit wenigstens einen kleinen Lichtschimmer für heute bescheren kann. Ich hoffe, dir gefällt, was du liest!! Ich habe dich sehr lieb!

 

Ich arbeite fleißig an der Geschichte, denn es ist mein Wunschziel, sie zu Weihnachten zu veröffentlichen. Lina und Lucy, das sind derzeit meine Prioritäten. Lucy ist und bleibt jedoch vorerst den Verlagen zur Prüfung vorbehalten! 🙂

Gleich nach der Veröffentlichung des Blogeintrages werde ich auch sofort weiter schreiben, denn es erfüllt mich mich Glück und Freude, wieder die Zeit dafür zu haben. Mal schauen, wie viel ich heute noch schaffe! 🙂

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen (wow, wie sehr ich es vermisst habe, das zu schreiben!!), ganz besonders Dir, Mausi, und wünsche euch noch einen tollen Sonntagabend. Startet morgen gut in die neue Woche!!

Alles Liebe,

eure Emma

 

******************

 

Langsam kam Lina zu sich. Ein Morgen wie jeder andere auch? Sie war sich nicht sicher. Irgendetwas hatte sie geweckt, sie unsanft aus ihren Träumen gerissen. In der Dunkelheit fiel es ihr schwer, sich zu orientieren; nur langsam wollte der Schlaf sich verziehen. In seinem Nebeldunst drangen leise Geräusche an ihr Ohr.
Schritte, draußen vor ihrer Tür.
Mit einem Schlag war sie hellwach.
Jede Faser ihres Körpers spannte sich schmerzhaft an, als sie lauschte, ob die Schritte näher kommen würden. Während alles in ihr sirrte wie eine zu straff gespannte Saite, spürte sie, wie Panik langsam in ihr hochkochte. Gefangen in diesem Flashback der Angst, in all diesen Emotionen, die sich jahrelang in ihr aufgebaut und sich wie ein Schutzkokon um sie gelegt hatten, konnte sie zunächst nicht verarbeiten, was gerade tatsächlich geschah.
All die Jahre hatten ihre Sinne sich sensibilisiert. Sobald sich jemand in der Nähe ihres Schlafzimmers aufhielt, schrillte die kleine, grellrote Alarmglocke auf und versetzte sie in einen Zustand der Angst und Aufregung.
Was würde geschehen, wenn diese Schritte näher kamen? Würde Er nur vorbei schauen, nach seiner Lina schauen und überprüfen, ob sie brav im Bett lag?
Würde er das Zimmer betreten, in dem Bestreben, sich ein wenig Erleichterung zu verschaffen, bevor der Tag in all seiner Gänze startete?
Oder würden die Schritte ohne Umwege an ihrem Zimmer vorbeilaufen, uninteressiert, unbeirrt, ohne Störung?
Linas Herz pochte schmerzhaft in ihrer Brust, als sie starr in die Dunkelheit blickte, unfähig, sich auch nur einen Zentimeter zu rühren, geschweige denn einen klaren Gedanken zu fassen. Jedes Mal aufs Neue war es unerträglich, wenn diese Angst sie erfasste. Seinen eigenen Gefühlen derart ausgeliefert zu sein, das war wohl das Schlimmste, was einem passieren konnte. Wer schaffte es schon, seine Emotionen einfach so abzuschalten? Wie kämpfte man gegen innere Dämonen an, die spürbar in der Überzahl waren und stets aus dem Hinterhalt angriffen?
Was nützte es, wenn die Schritte weitergingen, der Terror in ihr aber dennoch nicht geringer wurde?
Ein kleiner Schluchzer entkam Linas Kehle.
Plötzlich legte sich ein Arm um sie – warm, weich, erschreckend nah. „Hey, alles ist gut. Dir passiert nichts.“ Weicher noch als seine Haut war Erics Stimme, als er Lina vorsichtig, aber bestimmt an seine Brust zog. Auch er war sensibler geworden, hatte sich voll und ganz auf Lina eingestellt. Ihr kleiner Schluchzer, dieser winzige, verletzliche Laut hatte genügt, um ihn aus dem Schlaf zu reißen. Sofort hatte er ihre Anspannung gespürt. Schläfrig aber besorgt umschlang er ihren schmalen, angespannten Körper. „Alles ist gut!“
War Lina zuvor noch zum Zerbersten gespannt gewesen, so zerbrach sie nun in tausend zittrige Stücke. All die Anspannung – nur eine Erinnerung an vergangene Zeiten. Sie war in Sicherheit, war bei Eric. Ihr Rettungsanker, ihr Helfer, ihr persönliches Wunder. Es war anders gewesen als sonst, denn sie lag nicht in ihrer alten Wohnung. Würde dort nie wieder liegen müssen. Sie war in Erics Armen, in ihrem Gästezimmer, und die Schritte, die sie vernommen hatte, gehörten Erics Eltern.
Oder waren ihrer Fantasie entsprungen.
So oder so – sie kamen nicht von Stefan, würden nie wieder von ihm kommen, zumindest nicht, wenn sie im Bett lag und vollkommen verletzlich war, denn er würde nie wieder so nahe an sie herankommen.
Wenn alles so lief, wie es geplant war.
Lina brauchte keinen Blick auf die Uhr zu werfen, um zu wissen, dass es noch viel zu früh war, um nun aufzustehen. Sie würde sich ohne Probleme noch einmal umdrehen und einschlafen können. Doch der Schock saß noch zu tief, trotz allem, trotz der vergangenen Wochen. Ihr stetig klopfendes Herz erinnerte sie erbarmungslos daran. Noch immer konnte sie sich nicht in der Sicherheit wähnen, die ihr das neue Zuhause bot, da sie viel zu oft in Unsicherheit geschwebt hatte. Diese Veränderung war noch viel zu neu, als dass sie sich in ihr Unterbewusstsein hatte abspeichern können.
„Hey, entspann dich doch“, murmelte Eric in ihr Haar. Langsam streichelte er über ihren Rücken, spürte das klamme Oberteil, das feucht auf ihrer Haut lag. Bestimmt wieder ein Albtraum, schoss es ihm durch den Kopf. Es wäre gelogen, würde er behaupten, dass er sich an diese Zustände gewöhnt hatte, doch zumindest fand er immer häufiger einen direkten Draht zu Lina und schaffte es, ihre Panik zu beenden – oder zumindest zu mildern. Er mochte sich gar nicht ausmalen, wie sehr sie leiden musste und welche Bilder ihr durch den Kopf schossen, wenn sie sich in diesem Zustand befand. Unwillkürlich umfasste er ihren Körper ein wenig fester, als könne er durch seine bloße Anwesenheit verhindern, dass diese schlimmen Bilder ihre Sicherheit zerstörten. In der Dunkelheit war sein verzerrtes Gesicht nicht zu erkennen.
Langsam spürte Lina, wie sie ruhiger wurde. Dass sie sicher war, beschützt durch Erics Nähe, durch seinen warmen, starken Körper und durch seine weiche Stimme. Dass ihr Stefan nichts antun konnte. Nicht mehr. Diese Angstattacken verlangten ihr viel ab und seit jenem Übergriff nach ihrer Deutschklausur traten sie in beunruhigender Häufigkeit auf. Die Tatsache, dass Eric seit jenem Tag noch weniger von ihrer Seite wich und sich Abend um Abend an sie kuschelte, um ihr selbst im Schlaf Sicherheit zu vermitteln, half ihr zwar meistens – aber nicht immer. Schon gar nicht, wenn sie so schutzlos war wie im Schlaf. Gegen ihre inneren Dämonen konnte sie sich nicht einmal selbst schützen – wie sollte es dann ein Außenstehender schaffen? Lina spürte, wie sich ein eisernes Band um ihre Brust legte, wie immer, wenn sie sich diesen Gedanken stellen musste.
„Möchtest du darüber reden?“ Erics Stimme hallte leise durch den Raum.
„Ach“, brachte sie zittrig hervor. „Das Übliche.“ Schritte vor der Tür, von irgendwem. Erinnerungen. Er. Das alles und nichts.
„Du bist sicher hier. Dir kann nichts passieren.“ Obwohl Lina es wusste, musste sie es immer wieder hören.
Eine ganze Weile lagen sie in der Dunkelheit, engumschlungen. In langsamen, ruhigen Bewegungen streichelte Eric über Linas Rücken. Die monotone Berührung lullte sie ein, bis sich der Druck auf ihrer Brust langsam lüftete. Ihr Herzschlag wurde wieder langsamer, immer ruhiger, bis auch das letzte bisschen Panik aus ihren Gliedern gekrochen war.
„So ist es gut“, flüsterte Eric ihr heiser zu. „Schlaf noch ein bisschen. Wir haben einen schönen Tag vor uns.“

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2 Gedanken zu „Überraschung für meine Liebe(n)

  1. Liebe Emma,vielen Dank.Ich hab mich total gefreut .Ich wünsche Dir gute und vorallem schnelle Besserung.Ich freue mich schon darauf wenn das Buch irgendwann fertig ist egal wielange es noch dauert.Gesundheit geht vor.Lg Tanja

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Tanja,
      vielen lieben Dank für deine lieben Worte! 🙂 Ja, die Gesundheit geht vor und ich gebe ihr auch die Zeit, die sie benötigt! Aber ich bin ja auch schon auf einem guten Weg!
      Schön, von dir zu hören, das tut gut und motiviert sehr!! 🙂
      Ganz liebe Grüße,
      Katharina

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