Späte-Nacht-Worte

Hallo meine Lieben.

Mal wieder lasse ich wenig von mir hören – und wieder einmal stelle ich fest, dass es wesentlich einfacher ist, sich regelmäßig zu melden, wenn ich eine Geschichte häppchenweise präsentiere. Nun, was das bedeutet, könnt ihr euch vermutlich denken. Viel zu tun im Hause Autorin Korrektus. Oder so ähnlich.

Ja, tatsächlich, ich habe so viel um die Ohren, dass ich mir ein paar Tage freischaufeln musste, um den Stapel abzuarbeiten, der sich gebildet hat, während ich privat im Wusel-Modus war. Es ist ja auch irgendwie immer das Gleiche: Wenn, dann kommt alles auf einmal. Ich will fröhlich und entspannt meine Sara auf den Markt werfen, da kommt der Verlag mit einem neuen Korrektorats-Auftrag (juhu!), eine liebe Kollegin mit einer Anfrage (joa, schaffe ich schon!), dann noch eine (hm jaaaa) und noch eine (ööööhm) und dann ist erstmal Schicht im Schacht. Versteht mich nicht falsch, ich liebe es.

Ja, ich  L I E B E  es.

Ich habe es erst heute einer lieben Kollegin (Kandidat öööööhm) erklärt. Insbesondere für Freunde, und darum handelt es sich bei den drei oben genannten, mache ich es einfach nur von Herzen gerne. Warum? Weil ich mich freue, Teil des Werkes zu sein, indem ich den Feinschliff anbiete, etwas poliere, verrücke, umschmücke, damit das Endprodukt so gut wie möglich ist und meine lieben Kollegen damit Erfolg haben. Ja, das wünsche ich mir sehr. Aber wenn in solchen Phasen – und glaubt mir, bisher war das IMMER so – derart viel aufeinanderprallt und das dann auch noch mit meinem privaten Wusel-Modus kollidiert – dann muss eine taktische Strategie her.

Mit dieser habe ich – tadaaaa – Verlagsmanuskript, Kollegin eins und Kollegin zwei erfolgreich abgearbeitet und bei Kollegin drei bin ich mittlerweile. Der Stapel ist kleiner geworden, immens kleiner! Zwar hat mir der Verlag gesagt, dass ich wieder ganz oben auf der Liste bin, falls ein neues Manuskript reinschneit (und das ehrt mich sehr, spricht es doch für meine Arbeit) – doch ich bin zuversichtlich. Ich kenn das ja, es kommt doch immer alles auf einmal und ansonsten stehen ja erstmal keine neuen Korrekturen an… also ist von der Seite aus vorerst nichts zu erwarten.

Leider leidet das Schreiben ein kleines bisschen darunter, doch dazu habe ich mich bewusst entschieden. Auch wenn ich gerne davon träume, drölf-gleisig kann mein kleines Köpfchen dann doch nicht fahren, weshalb ich mich etwas fokussieren muss. Ist aber eigentlich alles kein Problem: Meine Arbeit an Marie, siehe letztem Beitrag (mit Leseprobe), läuft sehr gut, ich bin zuversichtlich, dass das Rohmanuskript dieses Jahr locker fertig wird. Sara (Frühstück ausgeschlossen) ist formatiert, die vorhandenen Korrekturen sind eingearbeitet. Ich bin sozusagen gerade in einem luftleeren Raum, warte auf die restlichen Feedbacks, da macht es in meinen Augen nur Sinn, den Korrekteusen-Stapel effizient abzuarbeiten.

Und siehe da. Ich habe es irgendwie geschafft, diesen Berg abzutragen, Stück für Stück. Egoistisch wie ich bin, habe ich dabei dafür gesorgt, dass der Berg kleiner wird für mich, sozusagen zu mir kommt, ich habe ihn nicht beklettert. Ich will nicht sagen, dass es ein Zuckerschlecken ist, aber es ist verdammt schmackhaft. Es macht so viel Spaß und es ist ein Luxusproblem, wenn ich mich beschwere, dass ich über all diese Korrekturen und dem Schreiben, das sich wohlplaziert doch immer ein paar Minuten Tagesaufmerksamkeit ergattert, irgendwie nicht mit meinem privaten Lesetoff hinterherkomme.

Ich gebe es ja zu: Ich habe mich für einen Traumjob entschieden – beide Seiten der Medaille machen mir so viel Spaß, dass ich ihnen gerne viele Stunden am Tag opfere. Wie das wird, wenn erstmal das Studium beginnt, weiß ich noch nicht, aber da werde ich mal sehen, was mein Köpfchen so mit macht. Auf jeden Fall ist es toll. Und es wird auch toll bleiben.
Aber es sorgt eben dafür, dass ich ab und an diesen Blog ein wenig verdursten lasse, denn da derzeit keine fortlaufende Story aktiv ist, vergesse ich kleiner, verplanter Schriftsteller schonmal, hier vorbeizuschneien. Es tut mir leid! Ich gelobe Besserung (auch wenn die Aussichten gering sind)!

Nun habt ihr aber ein deutliches Lebenszeichen von mir erhalten; ich habe euch gesagt, was derzeit bei mir so ansteht, Schreib-Les-Korrektur-Technisch. Eine wichtige Info wäre vielleicht noch angebracht: Es bleibt nach wie vor beim 1.10.! Derzeit spricht nichts, aber auch gar nichts dagegen! 🙂 Ich freue mich wie bolle …

Jetzt verziehe ich mich in mein Bettchen. Marie muss heute warten – ihr habt den Vorzug erhalten. Nun muss ich mein Köpfchen schonen, damit es morgen voller Tatendrang in den Tag starten kann! 🙂

Ich wüsche euch eine erholsame Nacht (gehabt zu haben)!

Eure nachtaktive Emma

Advertisements

Ein Gedanke zu „Späte-Nacht-Worte

  1. Die Berge an Arbeit die sich türmen, die kennt man doch 😀 Ich habe hier noch einen riesen Berg an Arbeit, der auf mich wartet. Dabei nicht nur zu Hause sondern auch auf der Arbeit-Arbeit, aber momentan bin ich krankgeschrieben und dennoch bekomme ich zu Haus nichts auf die Reihe. So ist das mit dem ’sich schonen müssen‘. Wenn es nicht nur das ‚müssen‘ wäre, ich kann auch momentan gar nicht anders und dann fühlt man sich doch irgendwie nutzlos, wenn der Tag verstreicht (immerhin bin ich auch wieder seit 7 Uhr auf aber ich habe im Endeffekt noch keinen Handgriff getan außer 2 Blogposts vorbereitet und viele meiner Feeds gelesen…) und man irgendwie kein sichtbares Ergebnis produziert hat.

    Ich bin ja ein bisschen neidisch, dass dein Berg jetzt geschrumpft ist, meiner ist es nicht, daher werde ich mich jetzt doch mal, in den Arsch getreten durch deinen Post, auf machen und zumindest den Wocheneinkauf hinter mich bringen… Oder ich versuche es zumindest 😉

    LG
    Julia

    Gefällt mir

Hast du eine Meinung dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s