Über emmastraum

Traumtänzerin mit dem Ziel, alles mögliche in Bewegung zu setzen, um dem größten Glück des Lebens hinterher zu eilen: dem Schreiben. Neben all dem strebe ich ein Studium der deutschen Literaturen an. Ich lebe glücklich mit meinem Partner und meinem Zwerghamster Frieda im wunderschönen Paderborn, treffe mich sehr gerne mit Freunden, rede für mein Leben gern und, in meinen stillen Momenten, nutze jede Zeit fürs Lesen oder Schreiben. Ich hoffe, dass noch in diesem Jahr mein Erstling veröffentlicht wird und erfülle mir damit einen langgehegten Traum, den ich schon seit meinem zwölften Lebensjahr verfolge.

5 Dinge, die man unbedingt wissen muss, wenn man mit einem Autor zusammen lebt

Das passt zu 100 Prozent auf mich! 🙂

MARCUS JOHANUS

5Dingedieman

Autoren sind anders als andere Menschen. Sie sind z.B. glücklich, wenn sie mit einem Laptop auf den Knien unbeachtet in einer Ecke sitzen können – und das für Stunden. Andere schütteln über so was nur den Kopf. Richtig schwierig kann das in Beziehungen werden, denn die Bedürfnisse von Autoren sind schon recht speziell.

Folgende Liste kann den Partnern von Autoren vielleicht helfen und in schwierigen Momente daran erinnern, dass das Verhalten des Lebensgefährten vielleicht merkwürdig erscheint, für Autoren aber ganz normal ist:

Ursprünglichen Post anzeigen 461 weitere Wörter

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Warum es sich lohnt, das Gute in der Welt zu sehen.

Hallo meine Lieben.

Ich denke, ich muss nicht näher erläutern, worauf ich mich beziehe, wenn ich euch sage, dass in den vergangenen Tagen Dinge geschehen sind, die uns alle ins Stocken bringen.

Ich selber habe stundenlang vorm Bildschirm gehockt. Da ich in der Regel gerne schreibe, während mein Mann Fußball guckt – oder Fernsehen im Allgemeinen – war ich auch am Freitag dabei, als Knalle die Luft in Paris erschütterten. Wie viele andere dachte ich als erstes an Idioten mit Bengalos. Wie viele andere war ich entsetzt, als sich das als Wunschdenken herausstellte.

Ich bezeichne mich selbst als einen empathischen Menschen. Ich litt sehr mit, musste weinen, die Bilder und die ständig aktualisierten Neuigkeiten zerrissen mich. Bis spät in die Nacht aktualisierte ich den Newsfeed zuverlässiger Seiten, wartete mit angehaltenem Atem auf ein Ende der Grausamkeiten.

Und da kamen sie, die Gedanken. In was für einer Welt leben wir eigentlich? Möchten wir – möchte ich in dieser Welt überhaupt leben? Möchte ich neues Leben in diese Welt setzen?
Schaltet man die Nachrichten ein, hagelt es Hiobsbotschaften. Schaut man auf die Straßen, sieht man Menschen, die starr vor sich hin glotzend alleine durch die Menge waten.
Eine Welt der Einzelgänger, der Gewalt?

NEIN!

Nun ja … Natürlich ist es so. Es herrscht Gewalt an so vielen Stellen auf der Erde – überall. Es erschüttert besonders, wenn es im Nachbarland geschieht, denn dann kann man die Augen davor nicht verschließen. Je näher es an einen tritt, desto schwieriger wird es, die Augen davor zu verschließen. So zu tun, als wäre man völlig überrascht, als hätte es so etwas zuvor nicht gegeben, ist völliger Quatsch.

Die Frage ist, wie gehen wir damit um? Wie du mir, so ich dir? Das ist generell der falsche Weg. Alle Menschen um einen herum stecken ihre Nase lieber in ihr Handy, starren stur auf den Boden oder haben sich mithilfe von Musik aus der Welt ausgeklinkt? Wie wäre es, wenn man lächelnd durch die Menge geht, kein Handy in der Hand, keine Musik auf den Ohren. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es wunderbar ist, den überraschten Blick eines Fremden zu sehen, wenn man ihn anlächelt – einfach so. Viel schöner als mit einem erwiderten Lächeln kann man nicht belohnt werden. Und hinterher fühlt man sich besser. Kleine Blickkontakte mit anderen Menschen verbinden – und sie kosten so wenig. Kaum Energie, kaum Zeit. Wieso also nicht?

Die Welt strotzt vor Gewalt? Der Eindruck kann entstehen, doch es lohnt sich, genauer hinzusehen. Wo rücken Menschen enger zusammen als in solchen Krisensituationen? Vielleicht fällt einem die braune Suppe oder ein unverbesserlicher Zyniker mehr auf, das liegt in der Natur der Dinge, doch viel mehr sollten wir auf das Gute achten, das dadurch entsteht. Hilfsbereitschaft ist auch heute noch ein großes Thema. Man sollte nur jeden Menschen in dem Maße helfen lassen, Solidarität zeigen lassen, Anteilnehmen lassen, wie er es für richtig hält. Vielleicht glauben manche, dass sie sich besser fühlen, wenn sie andere angreifen und kritisieren, doch das ist ein Trugschluss.

Und die meisten Menschen wissen das!

Die Welt mag in vielerlei Hinsicht schlecht sein. Den Spruch „Früher war alles anders“ kennen wir zur Genüge – mittlerweile von Menschen allen Alters, nicht nur von unseren Großeltern, die gedanklich noch in der Vergangenheit verharren. Ich sage euch: Wir sollten nicht den Blick in die Vergangenheit richten, sondern in die Zukunft. Wir leben im Hier und Jetzt und im Morgen. Und was nützt es, wenn wir anhand der schlechten Nachrichten kapitulieren? Sollten wir nicht vielmehr versuchen, alles lebenswerter zu machen? Statt den Blick ebenfalls gen Boden zu richten, einfach nach oben schauen – lächeln, offen sein? Es ist doch viel schöner, den blauen Himmel, die bunten Straßen anzusehen, als den grauen Beton!

Außerdem ist es völliger Quatsch zu glauben, dass man als Einzelner nichts bewirken kann. Durch solche Denkweisen ändert sich nichts. Wenn jeder irgendwie seinen Beitrag leistet, kann es insgesamt schon zu einer ganzen Menge an Veränderungen kommen.
Lohnt es sich, in dieser Welt zu leben, neues Leben zu schenken?

JA!

Denn wer sonst soll aus der Welt einen lebenswerten Ort machen, wenn nicht wir? Wenn uns solche Gedanken erfassen, wie aktuell, wenn wir vor Schrecken erstarren und nicht wissen, was wir tun sollen – dann wird es Zeit, sich auf das Schöne zu konzentrieren. Sei es das kleine Lächeln zu einem Fremden, das für so viel positive Energie sorgen kann. Sei es das quietschende Kleinkind, das planschend im Kinderwagen sitzt.

Ich hatte einige schöne Erlebnisse in den letzten Tagen. Liebe Freundinnen haben mich zu einem kleinen inoffiziellen Junggesellinnenabschied entführt. Ich war vollkommen baff, denn damit hatte ich absolut nicht gerechnet (es war und ist besprochen, dass der große JGA nächstes Jahr vor der Kirche stattfindet). Und es war perfekt, so wie ich es mir immer vorgestellt habe.
Ich hatte meine letzte Therapiestunde, vorzeitig konnte die Behandlung beendet werden, weil ich mich so gut entwickelt habe.
Wir haben unser erstes eigenes Auto gekauft. Der Hund folgt im nächsten Jahr.
Ich bekomme regelmäßig tolles Feedback zu „Zweite Chance für die Liebe“.
Herrgott, ich heirate nächste Woche!
All diese positiven Dinge! Wie sollte ich da nicht in dieser Welt leben wollen – mit all ihren Macken und all ihren schönen Seiten?

Lasst uns also innehalten. Natürlich will ich den Opfern gedenken, und ich rede das Schlimme nicht klein. Ich finde nur, dass es nicht richtig ist, deshalb zu kapitulieren. Wäre es nicht viel besser, wenn wir denken würden: „Jetzt erst recht!“?

Ich denke es jedenfalls.

Ich wünsche euch einen schönen Start in die Woche. Bleibt gesund und passt auf euch auf.
Und achtet auf das Schöne.

Eure Emma

… Sommerloch, Gemeinschaftsbildung und mehr

Einen wunderschönen guten Abend, meine Lieben.

Der Titel meines Blogbeitrages sagt schon aus, mit welchen Themen ich mich heute an euch wende. Ich liege daheim auf der Couch, die Sommergrippe hat mich erwischt, und deshalb muss ich den Samstagabend daheim verbringen. Was bietet sich da mehr an, als ein wenig zu schreiben? Das geht immerhin in jeder Position, horizontal, vertikal, stehend, liegend … wie auch immer!

Die letzten Wochen sind wie im Fluge vergangen. Lange habe ich mich nicht mehr bei euch gemeldet, zumindest nicht hier auf dem Blog. Bei Facebook bin ich nach wie vor aktiv. Mittlerweile trete ich auch mit meinem Autorendasein als Person auf, nicht mehr nur noch als eine Seite, sodass ich viel besser interagieren kann. Die Reichweite und die Möglichkeiten einer Seite wurden derart eingeschränkt, dass es der einzig logische Schritt war, um vernünftig Kontakt mit euch pflegen zu können. Das geht natürlich viel schneller als ein ganzer Blogbeitrag, für den ich mir in der Regel viel Zeit nehme. So zwischendurch gepostet hat man beim großen F einfach schneller als hier.

Nun jedoch liege ich hier, für den Abend Strohwitwe, da wird es einfach Zeit, mich wieder hier zu melden!

In den letzten Wochen ist so wahnsinnig viel passiert. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll! Nicht nur, dass ich viel unterwegs war (mehrfach an der Nordsee, Berlin, Hamburg) … ich habe viele tolle Kollegen kennengelernt, habe Prüfungen absolviert, wurde medikamentös herunterdosiert, habe mich tätowieren lassen (#SemicolonProject, ich liebe es!) und … ich habe mich einer tollen Gruppe angeschlossen. Das ist wohl auch die größte Neuerung der vergangenen Wochen, da sie den größten Rattenschwanz nach sich zieht. Kurz und knapp: Das Autorensofa, das sind wir. Eine Gruppe von 42 mehr oder minder freien Autoren, die sich zu einer IG zusammengeschlossen haben. Gemeinsam treten wir auf Messen auf, haben eine Webpräsenz und ähnliches. Glaubt mir, als ich mich zu Beginn dieser Gruppe angeschlossen habe, hätte ich mir im Traum nicht ausmalen können, welche Ausmaße das annimmt – und das soll was heißen, denn ihr kennt meine Fantasie! 🙂 An dieser Stelle muss ich betonen, was für eine tolle Arbeit unser Orga-Team und einige weitere Mädels machen. Die Zeit, die sie investieren, die Kreativität und die Energie – das ist einfach umwerfend. Ich muss da ganz klein und bescheiden bleiben, denn viel habe ich noch nicht beitragen können. Dafür war ich zeitlich zu eingespannt – naja, und, seien wir ehrlich, in vielerlei Hinsicht fehlt mir auch das Talent, gerade wenns um Graphisches geht. *hüstel*

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Jedenfalls – man wird uns schon dies Jahr in Frankfurt antreffen können, mit einem riesigen tollen Stand und einem absoluten Knaller-Sofa, denn der Name soll ja schließlich auch Programm sein! Ich lade euch herzlich ein, vorbeizukommen, um mit mir und mit meinen tollen Kollegen zu plaudern! Der Stand ist während der gesamten Buchmesse offen, ich selber bin Freitags, Samstag und Sonntag da! Auch auf einer weiteren Veranstaltung, der Leserparty der Bücherwürmer, werde ich an dem Freitagabend des Buchmesse-Wochenendes präsent sein, als geladener Autor.

Ihr seht, es ist viel geplant. Ich hoffe, dass ich viele von euch treffen werde. Ich habe ein richtiges Kribbeln im Bauch, wenn ich an den Oktober denke!
Details zum Autorensofa, zum Beispiel meine Standpräsenz, Gewinnspiele und, und, und … werdet ihr hier und auf den entsprechenden Seiten bei FB früh genug erfahren, schaut einfach regelmäßig vorbei! Ich kann euch sagen, es lohnt sich! 🙂

Ansonsten schreibe ich nach einer eingelegten „Zwangs-Schreibpause“ wieder am neuen Roman, dieser soll im November erscheinen. Ich muss feststellen, dass ich schon zu Beginn immer wieder an meine Grenzen stoße. Warum, das werdet ihr noch früh genug erfahren … es wird emotional! Und natürlich kommt die Liebe nicht zu kurz, ihr kennt mich ja! Ich bin gespannt, wie die Arbeit an dem Manuskript fortschreiten wird, wie sich die Charaktere entwickeln. Auch für mich ist es jedes Mal aufs Neue aufregend, wenn ich den Weg mit ganz neuen Personen beschreite. Bei Fortsetzungsromanen ist es da etwas einfacher, man kennt seine Pappenheimer schon. Aber wo bleibt da die Aufregung 🙂 Und bei der aktuellen Thematik ist es vorprogrammiert, dass ich immer wieder innehalten muss …

Abgesehen von alldem nimmt mich auch mein Privatleben sehr in Anspruch. Ich habe eine Hochzeit zu planen. Nicht eine … nein, meine! Das ist der absolute Oberknaller überhaupt und natürlich sehr aufregend. Es gibt so vieles zu beachten, so vieles zu bedenken. Manchmal weiß ich gar nicht, wie das alles klappen soll, aber insgesamt bin ich da optimistisch 🙂

Ihr seht, ich bin irgendwie ziemlich eingespannt. Deshalb werde ich meine Kurse fürs Studium im kommenden Semester auch reduzieren. Ich habe ja sowieso keinen Zeitdruck, dann muss ich mir selber ebensolchen ja nicht machen. Klingt jetzt so leicht dahergesagt, aber mehrere Menschen mussten mit Engelszungen auf mich einreden, damit ich das einsehe 😉 Ich muss eben einfach immer alles richtig und direkt machen. Ein guter Lernprozess, das Studium nun hintan zu stellen. Mein Schriftstellerdasein ist mir nun einmal wichtiger!

Ich denke, die nächsten Wochen und Monate werden noch arbeitsintensiv genug. Ich bin gespannt, was alles auf mich zukommt, aber optimistisch, denn insgesamt sind das ja alles tolle Sachen, nicht wahr? Ich muss nur gut mit meinen Energien haushalten, die verballer ich ja gerne alle auf einmal und das geht jetzt nicht. Drückt mir die Daumen, dass das klappt!

Heute Abend trinke ich brav meinen Thymiantee weiter. Brr, bei den Temperaturen! Ich werde für heute offiziell Feierabend machen und nur noch ein bisschen im Netz rumstöbern. Morgen schreibe ich an meinem Manuskript weiter und mache etwas für das Autorensofa. Ich hoffe, ihr habt schöne Wochenendaussichten, ich bin mit meinen, abgesehen von dem blöden Kranksein, jedenfalls recht zufrieden!

Ich wünsche euch einen schönen Abend und hoffe, das kleine Update hat euch gefallen!

Alles Liebe

Eure Emma

Autorenvorstellung: Violet Truelove

Ihr Lieben.

Heute habe ich etwas ganz besonderes für euch. Als ich vor zwei Wochen auf der AmazonAcademy in Berlin war, hatte ich das große Vergnügen, einige sehr liebe und tolle Kollegen kennenzulernen. Eine von ihnen ist Violet Truelove, vergleichsweise noch ein junger Hüpfer unter den Autoren aber dafür schon ein verdammt guter und erfolgreicher! 🙂

Ich würde sie euch gerne ein bisschen näher vorstellen, denn meiner Meinung nach ist sie ein toller Mensch und ich glaube, dass sie auch euch überzeugen wird – sowohl auf persönlicher Ebene, als auch auf Autorenebene. Parallel zu diesem Beitrag ist heute auf meiner Facebookseite eine Vorstellung gelaufen, die sich inhaltlich ziemlich mit diesem Beitrag deckt – ich möchte sie nur gerne einfach auch hier auf meinem Blog haben – auf einen Blick, sozusagen! 🙂
Im folgenden habe ich einen Steckbrief, ein Interview und eine Buchvorstellung ihres Erstlings „Ein Surfer zum Verlieben“ für euch!
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 Steckbrief

Name: Violet Truelove

Spitzname: Vio

Haustiere: Leider keine

Größte Marotte: Ich bin ein absoluter Kontrollfreak, echt ganz schlimm!

Lieblingsfarbe: Türkisblau, oder sonniges gelb

Lieblingsessen: Das wechselt bei mir ganz oft und keine Ahnung, habe zur Zeit wenig Hunger.

Lieblingsautor: Stephen King

Vorbild: Ehrlich, ich habe keins. Es gibt Leute, die ich recht cool finde, aber niemanden, zu dem ich aufschaue und der eine Art Vorbild wäre.

Das mag ich gerne: Regenbogen, Harmonie, das Meer, Sonne, Wellen, Ruhe

Das mag ich gar nicht: Stress, Krieg, Hass, Intoleranz

Lebensmotto: True love conquers all – Wahre Liebe überwindet alle Hindernisse.

Frühaufsteher oder Nachteule? Nachteule

Tee oder Kaffee? Tee

Schokolade oder Lakritz? Super schwierig und auch im steten Wechsel … heute: Lakritze

Nordsee oder Südsee? Liebe beides, aber letztendlich Südsee

Ein erster, kleiner Eindruck, wer Violet so ist. Zur Vertiefung hatten ich dann auch noch das Vergnügen, ein Interview mit ihr zu führen, welches ihr nun nachlesen könnt.

Liebe Violet, wir zwei haben uns in Berlin auf der AmazonAcademy kennengelernt, worüber ich sehr froh bin! Nun habe ich die Ehre, dich auf meiner Seite vorzustellen. Vielleicht möchtest du dich ja zu Beginn kurz vorstellen, damit die Leser wissen, worum es geht. Bitte erzähl doch, wie dich deine Freunde beschreiben würden – möglichst in drei Sätzen!
Meine Freunde? Welche Freunde? Ich glaube, weil es niemanden außer meinem Mann gibt, der mich wirklich gut kennt, würden sie sagen, dass ich ein ungeheuer positiver Mensch bin – woran ich arbeite und was nicht immer stimmt. Sie würden sagen, dass ich jede Menge schmutziger Witze mache, lustig und frech bin und oft übers Ziel hinausschieße.

Würdest du sagen, du bist ein typischer Künstler?
Was ist das Bild des typischen Künstlers? Ist es der von Weltschmerz gepeinigte Trinker? Oder die vereinsamte Liebesroman-Autorin, die zuvor bei ALDI an der Kasse gearbeitet hat?
Ich für meinen Teil weigere mich einem dieser Klischees zu entsprechen. Allerdings lebe ich ein Stück weit in meinen eigenen Welten, führe Unterhaltungen in meinem Kopf mit Personen, die nicht da sind habe manchmal Schwierigkeiten in dieser Welt zu sein.

Die Protagonistin aus „Ein Surfer zum Verlieben“, Lindsay Lovejoy, ist ebenfalls Teil unserer Runde. Liebe Lindsay, was würdest du über Violet sagen?
Lindsay: „Mmmh, das ist schwierig. Ich will jetzt auch nichts Falsches sagen. Schließlich hat Violet mich für einen zweiten Teil von Ein Surfer zum Verlieben angeworben und ich habe Angst, sie könnte mich sterben lassen, wenn ich jetzt was Böses sage.“
Violet: „Du sollst auch nichts Böses sagen, sondern die Wahrheit.“
Lindsay: „Eben. Und du behandelst uns nicht gerade gut.“
Violet: „Was? Entschuldige mal, du bist so gut wie mit Warden verheiratet. Hey, weißt du, was ich dafür geben würde, mit so einem heißen, hawaiianischen Surfer zusammensein zu dürfen? Und der mindblowing Sex, den ihr habt! Und Warden, der kann drei Mal am Tag! Das ist nicht wie bei mir zu Hause. Nee, also, bitte! Du kannst dich wirklich nicht beschweren.“

Violet, erzähl doch bitte etwas aus deiner Kindheit!
Dir ist aber schon klar, Emma, dass ich dieses Ablenkungsmanöver durchschaue, oder? Okay, meine Kindheit. Die war sehr prägend, beispielsweise in Bezug auf meine Vorliebe für schnelle Autos. Mein Papa fuhr jahrelang einen Porsche. Ist jetzt nicht mein Traumauto, doch der Mustang Shelby schon. Gibt es natürlich in Deutschland nicht und ich fahre stattdessen einen Windelbomber.

Liebe Violet, bist du glücklich?
Seit ich mich für eine Laufbahn als Schriftstellerin entschieden habe, bin ich mega
glücklich.

Wie anstrengend ist die Zusammenarbeit mit deinen Charakteren?
Kommt drauf an. Zur Zeit schreibe ich als Ava Innings und Brad ist gerade ziemlich anstrengend, aber wir liegen in den letzten Zügen und gerade auch zusammen im Bett … Also er und Joe und nicht ich und er natürlich 😉

Und andersherum – wie anstrengend ist es für dich, Lindsay?
Lindsay: „Kein Kommentar!“
Violet: „Hör auf zu schmollen und rede mit Emma.“
Lindsay: „Willst du wirklich, dass ich von deinen Ideen erzähle, Violet? Was du mit uns vorhast, dass …“
Violet: „Okay! Okay! Du hast gewonnen. Ich schreibe einfach irgendwelchen langweiligen Kram ohne Spannungsbogen, dramatischen Höhepunkt und eine charakterliche Entwicklung. Ist dir das lieber?“
Lindsay: „Pah! Schau, Emma, immer muss sie das letzte Wort haben.“
Violet: „Im Surfer hast immer du es und nervst den armen Warden damit.“

Ihr seid wirklich herrlich miteinander! Sag, wo und wie schreibst du am liebsten?
In meinem Arbeitszimmer. Ist echt klein und kuschelig 😉

Hast du einen Lieblingscharakter (Lindsay, bitte weghören)?
Als Violet liebe ich Warden, als Ava liebe ich Brad. Ich glaube, Lindsay kann damit ganz gut leben, schließlich liebt sie Warden ja auch.

Was war dein erster Schreibversuch?
Eine Ponygeschichte, in der ich die Jahreszeit geändert habe, weshalb meine Frösche dann im Winter quakten. War blöd, als alle gelacht haben, aber damals war ich erst zwölf, wie ich zu meiner Verteidigung einwerfen möchte.

Wer ist nun dein größter Kritiker?
Ich selbst. Selbstzweifel gehören scheinbar zur Jobbeschreibung dazu.

Was macht ein Autor in der Freizeit (Schreiben zählt nicht!)?
Yoga, Lesen, Surfen, Fotografieren

Welches Buch liest du gerade? Hast du überhaupt Zeit zum Lesen?
Ich habe viel zu wenig Zeit zum Lesen. Aber gerade lese ich Aprikosenküsse von Claudia Winter

Etwas sehr persönliches und doch wunderschönes zum Ende: Was ist die schönste Liebeserklärung, die du je erhalten hast?
Mein Mann, er ist ganz traumhaft, hat neulich zu mir gesagt: „Ich bin so froh, dass ich dich gefunden habe. Ohne dich war ich schrecklich einsam und alleine.“ Und das, obwohl wir seit 15 Jahren zusammen sind.

Wie schön! 🙂 Da geht einer Frau doch das Herz auf. Zu guter Letzt: Wie können deine Leser Kontakt zu dir aufnehmen?
Per Mail und über Facebook, oder indem sie ein Ticket für die Hummerparty gewinnen und auf den Messen

(Das wäre dann zum Beispiel hier oder hier.)

Im Anschluss habe ich nun auch noch meine Meinung zu „Ein Surfer zum Verlieben“, welches ihr hier erstehen könnt, und eine exklusive Leseprobe für euch!

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Das Leben der Bestsellerautorin Lindsay Lovejoy könnte so schön sein, gerade erst wurde sie von der Romance Writers Hall of Fame ausgezeichnet, und ihr vierter Roman übertrifft alle Erwartungen. Außerdem hat sie sich ihren lang ersehnten Traum erfüllt und ein Haus auf der wunderschönen hawaiianischen Insel Kauai gekauft, doch bereits am Tag ihres Einzugs realisiert Lindsay, dass sie ein echtes Problem hat, denn ihr Nachbar ist kein geringer als der attraktive Surfstar Warden Palmer. Eben jener Warden Palmer, der bei der Charaktererschaffung ihrer berühmten Romanfigur (warum hatte sie diese nur ausgerechnet Palmer Warden genannt) Pate stand.
Lindsay kann nur darauf hoffen, dass Sportler keine romantischen Frauenromane lesen, denn sie hat keine Ahnung, wie sie dem Sonnyboy all die expliziten Sexszenen – in denen er ganz offensichtlich die Hauptrolle spielt – erklären soll.
Palmer seinerseits hat ganz andere Probleme. It-Girl Vera Snider hat dem Bad Boy den Laufpass gegeben, er hat einen Haufen Schulden, und sein Hauptsponsor hat ihn ebenfalls abgesägt – und ohne einen neuen Geldgeber kann der Prosurfer nicht auf Worldtour gehen. Palmer, der eigentlich nichts mehr liebt als seine Privatsphäre, weiß, er braucht jetzt Publicity – und davon möglichst viel.
Eben jene Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wird scheinbar seiner neuen sexy Nachbarin zu teil, wie Palmer bald herausfindet, doch auch wer sie ist, bleibt kein Geheimnis. Dank Manager Josh gewinnt Palmer Einblick in die Handlung der Lovejoy-Romane und weiß, dass er es war, der die Fantasie der Autorin beflügelt hat. Es dauert nicht lange, bis Gerüchte über eine Affäre zwischen Lindsay und dem Surfer die Runde machen. Schon bald titeln die Zeitungen „Die Lovestory des Jahrzehnts“ und Lindsay erklärt sich – auf Drängen ihrer Agentin, aber vor allem, weil sie dem Schönling längst verfallen ist – bereit, die willkommene PR zu nutzen.
Schnell muss Lindsay jedoch erkennen, dass das Leben an der Seite eines solchen Mannes seine Schattenseiten hat. Mit der allgegenwärtigen Anwesenheit von Groupies hat sie gerechnet, jedoch nicht, dass ihr eines Tages ein angesagtes It-Girl den Krieg erklärt. Vera Snider will ihren Ex nämlich plötzlich zurück – und das mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln. Lindsay muss sich fragen, ob Palmer all die Aufregung wert ist, und ob er derjenige ist, den sie wirklich möchte – denn die wahre Liebe hat sie sich gänzlich anders vorgestellt.

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, dass es mir zunächst wie eine Pflichterfüllung erschien, Violets Roman zu lesen. Ich wusste, ich möchte sie euch vorstellen und ich möchte einfach gerne wissen, worüber ich rede. Dass ich in dem Zusammenhang einen Liebesroman lesen „muss“, war für mich insofern ein Problem, als dass ich derzeit privat eigentlich nur, und damit meine ich ausschließlich!!, Psychothriller oder Horror lese. Warum? Kann ich euch nicht sagen, ist aber so. Ich habe verschiedene Liebesromane begonnen und wieder abgebrochen, einfach, weil sie mich derzeit nicht so packen.

Der Surfer hat mich zum ersten Mal wieder dazu animiert, einem Buch dieses Genres eine Chance zu geben und am Ball zu bleiben. Das ist im Grunde auch das höchste Kompliment, das ich aussprechen kann, denn meine Lesezeit ist knapp geworden und ich sehr wählerisch! 🙂

Die Geschichte handelt, wie ja bereits deutlich geworden ist, von der Bestsellerautorin Lindsay Lovejoy (ist der Name nicht genial??) und dem heißen, wenn auch etwas verzweifelten Warden Palmer. Jetzt mal ganz unter uns, Mädels, wer hätte so jemanden wie ihn nicht als Nachbar? Geschweige denn mehr? Die irrigen Wege, die diese beiden Personen zusammenführen, sind manchmal so irre, dass man herrlich lachen muss. Ich will nicht zu viel von der Story verraten – nur soviel, dass sie wirklich erfrischend neu ist, mal etwas anderes, sie hebt sich aus dem Einheitsbrei der Liebesromane hervor!

Womit dieses Buch besonders besticht, ist die Schreibweise. Herrlich locker, leicht, herzerwärmend und so absolut auf dem Boden geblieben schickt Violet uns in Situationen, die man sich eins zu eins vorstellen kann. Die Dialoge, die Konfrontationen – alles wirkt zu 100% richtig, ganz so, als würde es genauso geschehen, und man fängt an, die Protagonisten richtig ins Herz zu schließen. Wie gut, dass es weitere Bände der Reihe gibt, die zwar alle in sich abgeschlossen sind, aber durchaus ein Wiedersehen mit alten Bekannten ermöglichen, denn ich sage euch schon jetzt: ich werde die beiden vermissen!

Ebenso wie bei mir spielt die Liebe eine große Rolle in Violets Büchern. Besonders hervorzuheben ist dabei jedoch, dass es nicht um die märchenhafte Traumliebe geht, die mit Feenstaub alle Probleme löst – nein. Es geht um Liebe in all ihren Facetten, um die Schwierigkeiten, die sich einem frischen Pärchen stellen können, um Altlasten, die JEDER Mensch in irgendeiner Form mit sich trägt und um die sich gekümmert werden muss. Eine wunderschöne Geschichte mit Ecken und Kanten – das ist „Ein Surfer zum Verlieben“. Ich muss sagen, dass ich angefixt wurde und ich freue mich wahnsinnig auf die nächsten Bücher, ganz besonders jedoch auf „Ein Fotograf zum Verlieben“, wird hier doch die Thematik Missbrauch angesprochen, die mir sehr am Herzen liegt. Wie blöd, dass ich als Autor so wenig Zeit zum Lesen habe!!

Ihr seht – es lohnt sich!! Ich lasse euch auch hier die Leseprobe da. Habe ich euer Interesse geweckt? Dann stattet der lieben Violet doch einen Besuch ab oder lest in ihre Bücher. Sie bzw wir werden uns riesig freuen! 🙂

Habt noch einen schönen Abend, ihr Lieben!!

Eure Emma

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>> „Ich schätze, Sie haben mir einiges zu erklären“, raunte er noch, ehe er sich ihr Handgelenk schnappte und sie hinter sich her auf die Terrasse zog. Sein Griff war nicht schmerzhaft, jedoch eisern – Lindsay wurde klar, dass sie in ernsthaften Schwierigkeiten steckte. Warden schloss die gläserne Schiebetür hinter ihnen. Breitbeinig baute er sich vor ihr auf, die Arme verschränkt, einen unergründlichen Ausdruck auf dem Gesicht. Lindsay konnte mit einem Mal gut verstehen, dass sich Gegner im Heat mit ihm einschüchtern ließen. Lindsays Knie fühlten sich an wie Gummi, ihr Herz hämmerte stakkatoartig, und ihr wurde ganz mulmig zu Mute.
„Also?“, brachte Warden mühsam beherrscht hervor.
Sie hob trotzig das Kinn. „Was also?“, fragte sie provokant, und hatte keine Ahnung, wo sie die innere Stärke dafür hernahm.
Warden trat neben sie, umklammerte das Geländer und blickte auf das Meer hinaus. Seine Fingerknöchel traten weiß hervor, so fest war sein Griff. Gefährlich leise sagte er: „Verarschen Sie mich nicht. Ich will wissen, was diese kranke Scheiße soll.“ Seine Stimme klang so eiskalt, dass ihr noch eine Nuance schlechter wurde.
Lindsay, die mit dem Rücken zum Geländer stand, konnte sehen, wie die wenigen anwesenden Gäste und die Angestellten die Szene gebannt verfolgten. Sie schaute zur Seite und sah Warden an. Er hatte die Zähne aufeinander gepresst, und atmete scharf aus. Lindsay drehte sich langsam in die gleiche Richtung um und wand den Schaulustigen somit den Rücken zu. Sie sah, wie Warden sich zusammenriss, wie sehr er um seine Fassung bemüht war, und sie hatte zugegeben Angst vor ihm. In seinem Zorn war er verdammt erschreckend. Lindsay schluckte schwer.
„Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, gestand sie kleinlaut.
Warden schnaubte verärgert. „Sie sollen gar nichts sagen und bloß nichts schreiben! Wie können Sie nur! Sie sollten sich in Grund und Boden schämen!“
„Hören Sie, Warden, ich wusste nicht, dass wir uns irgendwann sehen würden“, log sie. Denn natürlich hatte sie gefürchtet, dass so etwas früher oder später passieren könnte. Sie hatte Nächte lang wachgelegen und überlegt, wie sie es ihm erklären konnte, doch nichts, was sie zu sagen gehabt hätte, klang zufriedenstellend. Lindsay hätte sich niemals vorstellen können, dass Warden derart wütend sein würde. Er hatte getrunken, sie konnte seine Fahne riechen, und er war ganz offensichtlich unberechenbar.
„Und das macht es besser, oder wie? Sie machen aus mir eine Lachnummer! Ein anregendes Lesevergnügen?“ Er betonte das ‚anregend’ ebenso wie sie selbst zuvor. „Fuck, ich kenne Gina, ich trinke hier jeden Tag meinen verschissenen Kaffee“, knurrte er. Seine Stimme zitterte vor Anspannung. „Ich will wirklich nicht wissen, was in Ihrem mickrigen, kranken Hirn vor sich geht“, blaffte er. Sie wollte etwas erwidern, ihn beruhigen, doch er fiel ihr ins Wort. „Sie sind wirklich das Letzte! Ich habe so die Schnauze voll von euch notgeilen, dämlichen Weibern!“
Lindsay starrte ihn fassungslos an. Tränen traten in ihre Augen, doch sie rang sie tapfer nieder. Niemals würde sie sich die Blöße geben und vor Warden Palmer weinen. Ihr Palmer Warden hätte unter keinen Umständen so mit ihr geredet. Die Hauptfigur ihrer Romane war ein netter Kerl, hilfsbereit und fürsorglich. Er wäre nie im Leben betrunken Auto gefahren, oder hätte sich verhaften lassen, oder seine Frau betrogen, oder einen Sportwagen im Hotelpool versenkt. Er hatte wirklich nichts gemein mit diesem fiesen Kerl, der wie ein wütender Stier vor ihr herumtobte. „Das ist Rufschädigung“, zischte Warden gerade aufgebracht. Die Finger seiner rechten Hand trommelten auf dem Geländer herum – seine nervöse Energie machte sie ganz krank. „Ich werde Sie verklagen, meine Anwälte werden mit Ihnen den Boden aufwischen, Sie …“, doch Lindsay hatte nicht vor, sich weitere Gemeinheiten anzuhören.
Sie wirbelte herum und lief, so schnell sie konnte, die Treppe zum Strand hinunter. Sie rannte über den weichen Sand Richtung Parkplatz, mahnte sich dann jedoch zur Ruhe, zwang sich dazu langsam zu gehen. Es ist alles gut, beruhigte sie sich in Gedanken. Erst jetzt ließ die beklemmende Furcht nach, die sie zur Untätigkeit verdammt hatte. Plötzlich lagen ihr eine ganze Reihe spitzer Erwiderungen auf der Zunge. Nur leider hatte ihre Schlagfertigkeit in Anwesenheit ihres Traumtypen furchtbar gelitten gehabt. Naja, darin, dass er ihr Traumtyp war, hatte sie sich gründlich geirrt. Aber verdammt, er war schlicht und ergreifend imposant, und obwohl er nur einen knappen Kopf größer war als sie, wirkte seine Präsenz einschüchternd. Er vibrierte förmlich vor unkontrollierter, hyperaktiver Energie. Sein Selbstzerstörungstrieb war beinahe so ausgeprägt wie ihr eigener. Dieser Typ war nicht gut für sie und sie sollte ihn ein für alle Mal aus ihren Gedanken verbannen. Es war genau wie Alex ihr immer gesagt hatte, sie hatte sich da in etwas hineingesteigert. Lindsay beschleunigte ihre Schritte und hatte bereits den halben Weg zum Parkplatz zurückgelegt, als sich eine Hand auf ihre Schulter legte … was nun geschah, hatte sie nicht geplant.
Die Reflexe und jahrelanges Kampfsporttraining übernahmen die Kontrolle. Wardens Hand lag auf ihrer linken Schulter, sie riss den rechten Arm hoch, und wirbelte in die gleiche Richtung herum. Mit ihrem rechten Oberarm stieß sie seine Hand weg, er taumelte ins Leere. Ehe sie es schaffte, sich zu bremsen, hatte sie ein Bein hinter ihn gestellt, quer über seine Brust gegriffen und ihn – mit Hilfe ihres eigenen Körpergewichts – zu Boden geworfen. Die Verblüffung stand Warden ins Gesicht geschrieben. Lindsay brachte noch ein leises ‚Scheiße!’ hervor, während sie fielen und sie endgültig realisierte, wen zur Hölle sie von den Beinen geholt hatte. Warden, der immer noch völlig überrumpelt war, schlug hart auf, und blieb erst einmal liegen. Der Sand war weich und feucht, Warden hatte sich nichts getan, doch er hatte auch nicht die Geistesgegenwart besessen, sich auf den Aufprall gefasst zu machen. Es presste ihm die Luft aus den Lungen, als er auf seinem Rücken landete. Lindsay lag halb auf ihm drauf und hatte auch nicht die Absicht, von ihm runter zu gehen – am Boden war er nämlich deutlich weniger furchteinflößend.
„Es tut mir leid“, sagte sie und suchte Blickkontakt. Seine blauen Augen funkelten wütend und er sah aus, als würde er jeden Augenblick explodieren. „Es tut mir wirklich furchtbar, furchtbar leid, Warden.“
„Heben Sie sich das für den Gerichtssaal auf“, würgte Warden sie ab. Er versuchte sich aufzusetzen. Lindsay dachte nicht daran, von ihm runterzugehen, um ihn auf die Beine kommen zu lassen.
„Ich würde mir einen teuren, zeitaufwendigen Prozess sparen“, riet sie. „Nicht umsonst steht in Romanen in der Regel ‚Alle Handlungen und Personen sind frei erfunden. Alle Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt’.“
„Das ist doch blanker Hohn“, knurrte er, „das bin eindeutig ich. Palmer Warden, lächerlich! Und jetzt runter von mir!“
Sie schnaubte. „Nur wenn Sie versprechen, sich zu benehmen.“„Was wissen Sie schon von gutem Benehmen?“, konterte Warden. „Runter jetzt!“, befahl er energisch.<<

Liebe = Selbstverständlich?!

Hallo ihr Lieben!

Vielleicht staunt ihr gerade genauso sehr wie ich: keine zwei Tage nach dem ersten Blogeintrag kommt schon Nummer zwei.

Woran kann das liegen? Nun, die Antwort ist im Grunde naheliegend und einfach: Ich habe Zeit! Jawohl, ich habe Zeit, meine Gedanken so flattern zu lassen, dass sich Themen formen, über die ich schreiben möchte. Die wohl passendste Umgebung hierfür ist die Nordsee, denn genau hierhin hat es mich verschlagen. Seit vergangenem Jahr leben meine Eltern hier, weshalb ich nun regelmäßig in den Genuss komme, dort zu Besuch zu sein, wo andere Urlaub machen. Meiner Meinung nach ist das ein absoluter Luxus und ich hoffe sehr, dass ich nicht so schnell eine allzu große Selbstverständlichkeit darin sehe, keine 700 Meter entfernt vom Meer bei Regenprasseln auf dem Dachfenster und Sturmböen einschlafen zu können (im Trockenen und Warmen, natürlich!).

Schon im vergangenen Sommer, als hier vor allem Umzugs- und Umbauarbeiten anstanden, hatte sie mich hier fest im Griff, die Muse, und seitdem hat sich nicht viel geändert. Kaum hat meine letzte Pore die einzigartige Atmosphäre absorbiert, prickeln meine Finger, rasen meine Gedanken, und ich würde am liebsten schreiben. Egal was, hauptsache Schreiben, Gedanken formen, Sätze bilden, meine Gefühle umwandeln. Dass das nicht immer ein Segen ist, brauche ich vermutlich nicht extra zu erwähnen, denn ich komme ja auch durchaus mal hierher, um einfach abzuschalten. Das war auch dieses Wochenende der Fall. Ich habe mir fest vorgenommen, nichts zu tun. Immerhin habe ich erst diese Woche mein aktuelles Manuskript an meine Korrekturleser geschickt, das neue hätte theoretisch noch Zeit. Ich habe mir Lesestoff mitgenommen und ein Bündel voller Vorsätze, die sich um vieles ranken, nicht jedoch ums Arbeiten.

Schon im Vorfeld haben mir einige gesagt, dass es sowieso nicht funktionieren wird – und sie hatten recht.

Der Grund dafür ist so lapidar und doch traurig: Ich habe eine unmittelbare Inspiration.

Meine Eltern haben einen Hof mit Tieren. Ziegen, Pferde, Lamas, Alpakas (ich höre eure erstaunten Ausrufe!), Hunde und Katzen. Seit diesem Jahr nehmen sie regelmäßig sogenannte Workawayer auf, junge Leute aus der ganzen Welt, die ihnen bei der Arbeit zur Hand gehen und dafür kostenlos bei ihnen wohnen können. Ein schönes Prinzip, wenn ihr mich fragt. Aktuell ist ein junges Mädchen da (ich hätte nie gedacht, so schnell so über eine 19-Jährige zu denken). Sie ist super lieb, wenn auch echt schüchtern, und sie hat einen Schicksalsschlag hinter sich, der mich wirklich schlucken lässt.

Valentine ist ein Papakind. Im Grunde nichts, weshalb man verwundert die Augenbrauen hochziehen sollte, doch der springende Punkt kommt nun; der, der mich, uns alle, so berührt. Valentine hat ihren Vater sozusagen zwei Mal verloren. Einmal, als sich ihre Eltern vor vier Jahren trennten, und dann ein zweites, endgültiges Mal, als ihr Vater vor zwei Jahren plötzlich verstarb. Als ich davon hörte, musste ich sehr schlucken, denn ich erfuhr es recht ungewöhnlich. Sie hat sich ein sehr schönes Tattoo auf ihr Handgelenk machen lassen und als ich sie nach der genaueren Bedeutung fragte, erklärte sie mir schüchtern etwas von Liebe und Ewigkeit. Erst beim zweiten Blick sah ich, dass auch das Wort „Papa“, eingebunden in die Schlaufe der Ewigkeit, in ihrer Haut verewigt wurde. Dass ebendieser nicht mehr lebt, erklärte mir mein Vater, der mit uns am Tisch saß.

Alleine diese Geste brachte so viel in mir in Bewegung. Nicht nur, dass meine kommende Geschichte von der Trauer um einen tödlichen Verlust gehen wird (und das war bereits geplant, bevor ich Valentine kennenlernte) und ich direkt das Bedürfnis bekam, die ersten Sätze zu schreiben … viel mehr noch ergreifen mich meine eigenen, persönlichen Gedanken.

Wieso muss man erst jemanden kennenlernen, der einen solchen Verlust erleiden musste, gar sogar selbst jemanden verlieren, um zu bemerken, wie wichtig er ist? Warum nehmen wir Menschen allzu viel selbstverständlich, verlieren dadurch den Bezug zur Bedeutung?

Immer wieder schaue ich nun meinen Vater an, meine Mutter, und bin einfach nur froh, sie noch zu haben. Sie leben, nicht nur in meinem Herzen, sondern real. Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander, haben uns lieb, haben Kontakt. Ich muss nicht auf einen Friedhof gehen, wenn ich mit ihnen reden möchte, dafür setze ich mich in den Zug oder greife nach dem Handy. Ich kann meinen Papa in den Arm nehmen, ihm ein Buch schenken und mir deshalb sein Meckern anhören, ich kann mit meiner Mutter in trauter Einigkeit am Tisch sitzen, beide vertieft in Arbeit, und mir geht es dabei gut. Wie selbstverständlich ich das nehme, wie wenig ich dankbar dafür bin, wird mir einmal mehr bewusst, und das macht mich nachdenklich.

Besonders ergreifend war es übrigens heute, als wir einen Ausflug in eine Stadt gemacht haben. Valentine wollte kleine Mitbringsel besorgen, was, sagte sie jedoch nicht. Als sie in einem Rossmann zwei (doch recht offensichtliche) Grablichter mitnahm, fragten wir sie, für wen das ist. Im gebrochenen Deutsch erklärte sie, dass sie für ihren Vater wären und ich musste weggehen, Tränen in den Augen.

Das ist Liebe in all ihren Facetten. Liebt man einen Menschen, kann man sich so glücklich schätzen, man kann Freudensprünge machen oder in trauter Einigkeit beisammen sein. Genauso gut kann sie einem das Herz zerfetzen, wenn der geliebte Mensch plötzlich nicht mehr da ist, nicht mehr erreichbar auf herkömmlichem Wege. Valentine besorgte Kleinigkeiten für Familie und Freunde. Postkarten von der Nordsee, regionale Spezialitäten, Grabkerzen aus Deutschland für ihren Vater, der sich an Irdischem nicht mehr erfreuen kann. Wie sehr muss sie ihn lieben? Wie sehr muss sie ihn vermissen? Liebe und Schmerz liegen so verdammt nahe beieinander, ihr gemeinsamer Nenner die Trennungsangst, und doch ist es das Natürlichste der Welt, immer wieder aufs Neue das Wagnis einzugehen. Wieso auch nicht? Ich möchte behaupten, dass Liebe den Menschen erst zu dem macht, was er ist, ihn erfüllt, ihn groß macht, ihn ganz macht. Liebe zur Familie, Liebe zu Freunden, Liebe zum Partner. Liebe zum Haustier, zu wem auch immer. Und obwohl wir wissen, dass jede Liebe zwangsläufig zu Schmerzen führt, führen kann, lassen wir uns darauf ein. Verdammt nochmal, wir blicken unserem Schicksal in die Augen und machen es trotzdem nicht anders. Das ist auch richtig so, daran will ich gar nicht rütteln, doch es erschüttert mich, dass ich meine Beziehungen als allzu selbstverständlich betrachte.

Ich habe einfach noch nicht viele endgültige Verluste erleben müssen.

Ja, mein Blogbeitrag begann nicht so ernst, wie er sich entwickelt hat. Nun sitze ich hier mit Kloß in der Kehle.

Habt ihr heute eurem Partner schon gesagt, dass ihr ihn liebt, in Gesten oder in Worten? Habt ihr an die Menschen, die euch am Herzen liegen, gedacht? Gibt es jemanden, mit dem ihr schon länger keinen Kontakt mehr hattet, an den ihr immer wieder denkt, und der sich vielleicht über eine Nachricht freut? Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, ihm/ihr zu schreiben.

Ich  jedenfalls genieße die Zeit bei meinen Eltern. Immer wieder blicke ich sie an und freue mich, dass sie leben. Ich habe mir fest vorgenommen, bald wiederzukommen. Ich schaue meinen Partner an und freue mich. Und in Gedanken zünde ich eine Kerze an für all jene, die nicht mehr bei uns sind – auch für Valentines Vater, der hoffentlich weiß, wie sehr er geliebt und vermisst wird.

Ihr Lieben. Ich hoffe, ich habe eure Laune nicht gedrückt. Ich musste einfach loswerden, was auf meiner Brust lastet. Danke fürs Zuhören bis hier her. Habt noch ein schönes Wochenende!

Eure emotionale Emma ❤

Es wird Zeit: Licht an!

Es ist der 17.06.2015, mittlerweile schon nach 23 Uhr, die Müdigkeit steckt in meinen Knochen. Eigentlich ist alles, wonach ich mich gerade sehne, mein kuscheliges Bett, doch in meinem Kopf blinkt es wie eine Leuchtreklame in grellrot: Ich will unbedingt bloggen.

Wieso? Wieso die lange Pause? Wieso gerade jetzt?

Verdammt gute Fragen, nicht wahr? Ich möchte sie gerne beantworten. Für euch und für mich.

Vielleicht erst einmal, warum ich eine so lange Pause gemacht habe. Bisher habe ich noch keinen einzigen Eintrag für das Jahr 2015 verfasst, der letzte Blogbeitrag stammt tatsächlich aus Dezember 2014. Der Grund hierfür ist eigentlich recht simpel. Aus der „kleinen“ Versuchs-Autorin mit Blog nebenher ist eine Vollzeit-Autorin geworden, die mittlerweile sehr viel Zeit ins Schreiben steckt – nur eben nicht für den Blog, sondern in handfeste Bücher. Dazu hat besagte Vollzeit-Autorin eine Homepage eröffnet, die aus Marketingzwecken und rein pragmatisch betrachtet besser geeignet ist als ein Blog. Letzterer ist ideal dafür, Geistesblitze zu bestimmten Themen, Ergüsse aller Art oder längere Leseproben zu erfassen, nicht jedoch für Blitznews, Gästebuch und co.

Denkt die Vollzeit-Autorin. Die dann auch noch „nebenbei“ deutschsprachige Literaturen und Medienwissenschaften studiert, was irgendwie doch mehr Zeit beansprucht als gedacht, und dazu gerne und mit Leidenschaft durch Deutschland jettet.

Der Punkt ist, und jetzt komme ich zu der spannenden Frage, warum ich genau jetzt wieder mit dem Bloggen beginne: Hier lebe ich mich auf eine ganz andere Art und Weise aus. Ich möchte an Beiträge erinnern, die mir so sehr am Herzen lagen, wie zum Beispiel der Umgangston im sozialen Netzwerk oder auch die Preisgestaltung. All das sind Themen, mit denen ich mich ausführlich beschäftigt habe und es auch immer noch tue, und diese sind hier perfekt aufgehoben. Meine Welt der Gedankenschlösser. Hier kann ich niederschreiben, was mir durch den Kopf fließt, kann Worte aneinanderreihen, die sonst nirgendwo Platz finden und doch ihre Daseinsberechtigung haben. Hier kann ich debattieren, vorschlagen, erinnern, resümieren, mich freuen, mich ärgern, Wortakrobatik betreiben, nachdenklich sein und zum Nachdenken anregen. Und deshalb wird dieser Blog auch niemals brach liegen. Vielleicht hat er längere Zeit nichts zu berichten, doch deshalb hört er nicht auf zu existieren.

Es ist nur so: Um zu bloggen, muss mich etwas packen. Ein Thema, eine Emotion, ein Wunsch. Dann erfasst mich ein Feuer, dann spüre ich es kribbeln, dann tippe ich drauflos. Was genau ich dabei schreibe, weiß ich erst, wenn es kommt – und das ist gut so.

Warum also jetzt? Ich sitze hier auf meiner Couch, in meiner Kuschelecke. Meine Glieder sind müde, mein Kopf eigentlich auch, doch das Feuer ist da. Ich muss einfach etwas bloggen. Dabei ist es nicht einmal so, dass ich euch etwas Hochtrabendes, Moralisches mitteilen möchte. Meine Hauptaussage an diesem heutigen Abend ist: Hallo, ich bin wieder da! Ich war eigentlich niemals weg! Mein Fokus lag nur woanders. Denn zwei Bücher im ersten halben Jahr veröffentlichen und das dritte vorbereiten (erscheint nächsten Monat), dazu Studium, Besuche in Mannheim, Berlin, Leipzig, Düsseldorf, an der Nordsee … und ein kleines bisschen Freizeit sind dann vielleicht doch ein bisschen zu viel. Dass ich letzteres nicht noch weiter verkürzt habe, liegt an meinem Partner. Der schimpft dann doch zwischendurch. 🙂 Im übrigen soll das hier gerade kein Jammern sein, denn ich muss nun aus vollstem Herzen betonen: Ich LIEBE, was ich tue. Was ich tun darf!

Das ist übrigens auch der Ursprung meiner Bloggerflamme, die gerade wieder beginnt zu züngeln. Ich habe heute ein paar alte Interviews durchgelesen, die ich im Laufe des vergangenen Jahres beantworten durfte, habe verglichen, was ich vor einem Jahr so geschrieben habe, als „gerade einmal“ Lina das Licht der Welt erblickt hatte. In Kombination mit dem Wissen, dass ich vor einem Jahr um diese Zeit auch noch in der Klinik gesteckt habe … bin ich erfüllt von Demut und Dankbarkeit. Immer wieder laufe ich durch die Gegend und predige den Leuten, dass sie tun sollen, wovon sie träumen, um glücklich zu werden. Und ich weiß, meist ist das leichter gesagt als getan. Im Grunde sogar immer. Mein Weg hierher war auch kein Spaziergang im Flachland, aber wenn ich zurückdenke und mein Leben vor dem Schreiben mit dem Jetzigen vergleiche, dann weiß ich, dass jede Sekunde Fleiß und Schweiß sich gelohnt hat. Meine Lebensqualität ist gestiegen, ich bin glücklich, voller Energie. Ich kann schneller als jemals gedacht meine Medikamente herunterdosieren und fühle mich wirklich und wahrhaftig besser. Natürlich gebe ich dennoch Acht, ich muss aufpassen, nicht wieder rückfällig zu werden, aber gerade bin ich so zuversichtlich! Mein Leben ist so schön wie lange nicht mehr, wenn überhaupt jemals, und dafür kann ich jeden Tag aufs Neue glücklich in den Spiegel strahlen.

(Kurzer Einschub: Ich KANN strahlen, muss es aber auch nicht. Wenn ich mal wieder eine kurze Nacht hatte, schaue ich manchmal auch ganz schön knautschig drein, aber das heißt ja nicht, dass ich unglücklich über mein Leben bin!)

Und das alles nur, weil ich nicht nur geträumt habe, sondern gehandelt. Am vergangenen Donnerstag war ich auf der AmazonAcademy und dort hat ein bekannter Blogger gesagt: „Man muss nicht der Beste sein, man muss es nur einfach tun!“ Und das lässt sich auf die Träume übertragen. Hey, wir müssen unsere Träume nicht hochstilisieren. Wir müssen sie einfach umsetzen. Alles, was geht. DAS macht uns glücklich, es steigert die Lebensqualität. Damit unterscheiden wir uns nämlich von den anderen. Die einen reden nur, wir tun es! 🙂

Was habe ich gelernt? Ich achte mehr auf mich und darauf, dass ich Dinge tue, die ich tun will. Die mir gut tun. Die Lebensqualität kommt dann wie von alleine. Klinge ich betrunken? Vermutlich ja, denn diese Glückshormone können sowas mit einem anstellen.

Ich hoffe, ich werde es schaffen, euch wieder ein bisschen mehr zu erzählen. Mir schweben ein paar Dinge vor, die ich ansprechen könnte. Jetzt, wo mein neues Projekt bei den Korrekturlesern liegt, habe ich ja auch wieder mehr Luft, dann kriege ich das auch hin. Freundschaft, Familie und Liebe wird auf jeden Fall dazugehören!

Ich möchte noch Bezug nehmen auf eine wahnsinnig wichtige Person in meinem Leben, die mich vor kurzem auf den Blog angesprochen hat. Sie vermisse meine Beiträge, hat sie gesagt. Meine liebe Petra, hier bin ich. Auch du hast ein paar Scheite auf das Feuer geworfen, das nun endlich wieder brennt. Ich hoffe, du freust dich darüber! Ich drück dich ganz lieb.

Im übrigen drücke ich euch mal alle, so ganz spontan. Die Rührseligkeit schiebe ich auf die Endorphine!

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend bzw. eine gute Nacht!

Eure Emma

Das Jahr 2014 …

Hallo meine Lieben.

Mit einem kleinen Schreck habe ich gerade festgestellt, dass es tatsächlich soweit ist: Das Jahr 2014 nähert sich dem Ende.

Ich kann mich noch klar und deutlich daran erinnern, wie ich vor gut einem Jahr hier gesessen und an einer Art Jahresrückblick für 2013 geschrieben habe. Mein Gott, was ist seitdem geschehen.

Heute kam mein Beitrag auf Radio Hochstift. (Für die, die das noch nicht mitbekommen haben: Ich hatte die Ehre, bei meinem Lieblingsradiosender ein Gespräch mit einem der Mitarbeiter führen zu dürfen, inklusive Interviewaufnahmen. Daraus wurde ein wirklich gelungener Beitrag geschnitten, der heute Morgen gegen etwa 9:45 Uhr gesendet wurde. Ich war ganz schön aufgeregt, wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt.)
Jedenfalls wurde dieser Beitrag unter dem Aspekt des Jahresrückblickes veröffentlicht – und auch mit den Worten eingeleitet, dass das Jahr 2014 für mich sehr cool gewesen sein muss.

Und ja, ihr Lieben, das war es. 2014 war sehr cool für mich.

Natürlich muss ich auch ein bisschen differenzieren. Als ich im vergangenen Jahr (2013) mit dem Schreiben anfing, da war es ja in erster Linie ein Ausgleich. Ein Ausgleich zu dem Bereich meines Lebens, der gehörig den Bach hinunter ging. Erstaunlicherweise funktionierte es sehr gut und schon am Ende von 2013 stand im Grunde fest, dass ich meinen Debütroman „Lina – Hoffnung auf Leben“ veröffentlichen würde.

Dass sich in diesem Jahr noch zwei weitere Bücher und eine Kurzgeschichte anschließen würden, dass meine Verkaufszahlen jenseits der 6000 explodieren und dass ich einen derartigen Erfolg verzeichnen würde – das habe ich damals nicht einmal zu träumen gewagt.

Das Jahr 2014 bot viele Herausforderungen für mich. Ganz zentral war meine Depression – ist es vielleicht immer noch. Ich habe 10 Wochen des Jahres in einer Klinik verbracht und gegen diese Krankheit angekämpft – oder habe ich gelernt, mit ihr zu leben? Ich habe mich selber neu kennengelernt und mich neu definiert, neue Schwerpunkte gesetzt. Einiges hat sich verändert. Menschen sind in mein Leben getreten, andere sind verschwunden. Blicke ich zurück, dann weiß ich, dass diese Zeit sicherlich kein Zuckerschlecken war, weder für mich, noch für meine Freunde und meine Familie. Aber – und das ist das wichtigste – sie hat mir auch eine verdammt große Chance geboten. Ich habe den Mut gefunden Nein zu sagen und einen neuen Weg einzuschlagen. Sie hat mir vor Augen geführt, wie falsch mein Weg ist und mir die Kraft gegeben, einen neuen einzuschlagen.

Nun sitze ich hier.

Im Jahr 2014 habe ich drei Bücher veröffentlicht. Lina hat im Mai den Anfang gemacht. Im Oktober folgte Sara, im Dezember Lucy. Alle drei verbreiten sich mutig in der großen weiten Leserwelt und begeistern immer wieder neue Menschen. Die Verkaufszahlen und die Rezensionen auf Amazon, bei Lovelybooks, sowie auf vielen tollen Blogs sprechen für sich. Eine kleine Bonuskurzgeschichte fand zu Weihnachten ihren Weg in die Herzen meiner Leser.

Ich habe tatsächlich den Studienplatz erhalten, für den meine Chancen bei etwa 2% lagen. Seit Oktober studiere ich fleißig und interessiert (mal mehr, mal weniger) Deutschsprachige Literaturen und Medienwissenschaften. Ich habe meine Autorenschaft angemeldet und sogar einen eigenen Steuerberater (hey, darauf bilde ich mir echt was ein!). Ich verschicke signierte Bücher über die Landesgrenzen hinaus und habe Kontakt zu vielen, vielen Menschen, die ich nur dank des Schreibens kennengelernt habe.
Was will ich mehr? Die Frage ist einfach zu beantworten. Ich wünsche mir von Herzen, dass es so weiter geht. Für mich und für meine Leser, denn wir haben alle gleichermaßen Spaß daran. Ich schreibe an den Fortsetzungen von Lina und Lucy; an zwei eigenständigen Geschichten werde ich im kommenden Jahr ebenfalls weiterarbeiten.
Das Jahr 2014 hat vieles für mich geboten. Aufregende Erlebnisse, Herausforderungen, Momente der Trauer und noch viel mehr Momente der Freude. Ich möchte gerne daran anknüpfen. Ich freue mich auf das kommende Jahr; schon jetzt weiß ich, dass ich in Leipzig und Frankfurt auf den Buchmessen sein werde, ebenso wie auf der LoveLetter-Convention in Berlin. Ich werde veröffentlichen, weiterhin Leser treffen, zu Blogger- und Autorentreffen fahren und meine Leidenschaft leben. Alleine diese Aussicht reicht mir, um dem neuen Jahr offen und positiv entgegenzublicken. Im Vergleich zum letzten Jahr haben sich viele Unsicherheiten gelegt und Platz gemacht für freudige Erwartung und Sicherheit.

Dieses Gefühl möchte ich nutzen, gerne sogar mit euch teilen.

Ich möchte es mitnehmen ins neue Jahr und dort so lange wie möglich mit mir tragen; wie ein wertvoller Schatz, den ich in einem kleinen Amulett auf der Brust aufbewahre.

Vor allem möchte ich euch nun aber auch danken. Ich möchte Danke sagen dafür, dass ihr mich in diesem Jahr begleitet, mich bekräftigt und unterstützt habt. Ihr seid ein Teil meines neuen Lebens und das ist auch gut so. Ich wünsche mir sehr, dass ihr auch im kommenden Jahr dabei sein werdet. Vielleicht können wir uns Ende 2015 ja gemeinsam gedankenverloren an die vergangenen Monate erinnern und uns freuen!
Bis dahin wird jedoch viel passieren, an dem wir uns erfreuen können. Lasst uns gemeinsam das Jahr 2014 verabschieden und das neue Jahr begrüßen.

Voller Freude,

eure Emma