Das Jahr 2014 …

Hallo meine Lieben.

Mit einem kleinen Schreck habe ich gerade festgestellt, dass es tatsächlich soweit ist: Das Jahr 2014 nähert sich dem Ende.

Ich kann mich noch klar und deutlich daran erinnern, wie ich vor gut einem Jahr hier gesessen und an einer Art Jahresrückblick für 2013 geschrieben habe. Mein Gott, was ist seitdem geschehen.

Heute kam mein Beitrag auf Radio Hochstift. (Für die, die das noch nicht mitbekommen haben: Ich hatte die Ehre, bei meinem Lieblingsradiosender ein Gespräch mit einem der Mitarbeiter führen zu dürfen, inklusive Interviewaufnahmen. Daraus wurde ein wirklich gelungener Beitrag geschnitten, der heute Morgen gegen etwa 9:45 Uhr gesendet wurde. Ich war ganz schön aufgeregt, wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt.)
Jedenfalls wurde dieser Beitrag unter dem Aspekt des Jahresrückblickes veröffentlicht – und auch mit den Worten eingeleitet, dass das Jahr 2014 für mich sehr cool gewesen sein muss.

Und ja, ihr Lieben, das war es. 2014 war sehr cool für mich.

Natürlich muss ich auch ein bisschen differenzieren. Als ich im vergangenen Jahr (2013) mit dem Schreiben anfing, da war es ja in erster Linie ein Ausgleich. Ein Ausgleich zu dem Bereich meines Lebens, der gehörig den Bach hinunter ging. Erstaunlicherweise funktionierte es sehr gut und schon am Ende von 2013 stand im Grunde fest, dass ich meinen Debütroman „Lina – Hoffnung auf Leben“ veröffentlichen würde.

Dass sich in diesem Jahr noch zwei weitere Bücher und eine Kurzgeschichte anschließen würden, dass meine Verkaufszahlen jenseits der 6000 explodieren und dass ich einen derartigen Erfolg verzeichnen würde – das habe ich damals nicht einmal zu träumen gewagt.

Das Jahr 2014 bot viele Herausforderungen für mich. Ganz zentral war meine Depression – ist es vielleicht immer noch. Ich habe 10 Wochen des Jahres in einer Klinik verbracht und gegen diese Krankheit angekämpft – oder habe ich gelernt, mit ihr zu leben? Ich habe mich selber neu kennengelernt und mich neu definiert, neue Schwerpunkte gesetzt. Einiges hat sich verändert. Menschen sind in mein Leben getreten, andere sind verschwunden. Blicke ich zurück, dann weiß ich, dass diese Zeit sicherlich kein Zuckerschlecken war, weder für mich, noch für meine Freunde und meine Familie. Aber – und das ist das wichtigste – sie hat mir auch eine verdammt große Chance geboten. Ich habe den Mut gefunden Nein zu sagen und einen neuen Weg einzuschlagen. Sie hat mir vor Augen geführt, wie falsch mein Weg ist und mir die Kraft gegeben, einen neuen einzuschlagen.

Nun sitze ich hier.

Im Jahr 2014 habe ich drei Bücher veröffentlicht. Lina hat im Mai den Anfang gemacht. Im Oktober folgte Sara, im Dezember Lucy. Alle drei verbreiten sich mutig in der großen weiten Leserwelt und begeistern immer wieder neue Menschen. Die Verkaufszahlen und die Rezensionen auf Amazon, bei Lovelybooks, sowie auf vielen tollen Blogs sprechen für sich. Eine kleine Bonuskurzgeschichte fand zu Weihnachten ihren Weg in die Herzen meiner Leser.

Ich habe tatsächlich den Studienplatz erhalten, für den meine Chancen bei etwa 2% lagen. Seit Oktober studiere ich fleißig und interessiert (mal mehr, mal weniger) Deutschsprachige Literaturen und Medienwissenschaften. Ich habe meine Autorenschaft angemeldet und sogar einen eigenen Steuerberater (hey, darauf bilde ich mir echt was ein!). Ich verschicke signierte Bücher über die Landesgrenzen hinaus und habe Kontakt zu vielen, vielen Menschen, die ich nur dank des Schreibens kennengelernt habe.
Was will ich mehr? Die Frage ist einfach zu beantworten. Ich wünsche mir von Herzen, dass es so weiter geht. Für mich und für meine Leser, denn wir haben alle gleichermaßen Spaß daran. Ich schreibe an den Fortsetzungen von Lina und Lucy; an zwei eigenständigen Geschichten werde ich im kommenden Jahr ebenfalls weiterarbeiten.
Das Jahr 2014 hat vieles für mich geboten. Aufregende Erlebnisse, Herausforderungen, Momente der Trauer und noch viel mehr Momente der Freude. Ich möchte gerne daran anknüpfen. Ich freue mich auf das kommende Jahr; schon jetzt weiß ich, dass ich in Leipzig und Frankfurt auf den Buchmessen sein werde, ebenso wie auf der LoveLetter-Convention in Berlin. Ich werde veröffentlichen, weiterhin Leser treffen, zu Blogger- und Autorentreffen fahren und meine Leidenschaft leben. Alleine diese Aussicht reicht mir, um dem neuen Jahr offen und positiv entgegenzublicken. Im Vergleich zum letzten Jahr haben sich viele Unsicherheiten gelegt und Platz gemacht für freudige Erwartung und Sicherheit.

Dieses Gefühl möchte ich nutzen, gerne sogar mit euch teilen.

Ich möchte es mitnehmen ins neue Jahr und dort so lange wie möglich mit mir tragen; wie ein wertvoller Schatz, den ich in einem kleinen Amulett auf der Brust aufbewahre.

Vor allem möchte ich euch nun aber auch danken. Ich möchte Danke sagen dafür, dass ihr mich in diesem Jahr begleitet, mich bekräftigt und unterstützt habt. Ihr seid ein Teil meines neuen Lebens und das ist auch gut so. Ich wünsche mir sehr, dass ihr auch im kommenden Jahr dabei sein werdet. Vielleicht können wir uns Ende 2015 ja gemeinsam gedankenverloren an die vergangenen Monate erinnern und uns freuen!
Bis dahin wird jedoch viel passieren, an dem wir uns erfreuen können. Lasst uns gemeinsam das Jahr 2014 verabschieden und das neue Jahr begrüßen.

Voller Freude,

eure Emma

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Es ist soweit!!!

Aaaaaaaaah!!

Meine Lieben, es ist soweit!! Gestern Nachmittag habe ich das Screening abgeschlossen und gestern Abend direkt fleißig mit der Formatierung weitergemacht! Ich konnte einfach nicht aufhören und habe mich fleißig mit den Anforderungen von KDP und CreateSpace auseinandergesetzt – mit Erfolg!!

Für mein Taschenbuch fehlt nur noch das Cover bzw. der Gesamteinband, das ebook ist schon tutti kompletti hochgeladen und hier vorbestellbar! Gott, ist das aufregend!!

Der 1.10. ist das offizielle Erscheinungsdatum, dann wird es das ebook auf jeden Fall geben, und ich bin ganz positiv gestimmt, was das Taschenbuch angeht – auch da sollte der Termin hinhauen! 🙂

Also, ihr Lieben. Lasst uns die Tage herunterzählen! Es ist so ein unbeschreibliches Gefühl für mich. Unzählige Stunden habe ich in dieses Buch gesteckt und jetzt? Jetzt kann ich mich eigentlich nur zurücklehnen und mich freuen… 🙂

Ich sende euch viele, euphorische, endorphinbeladene Grüße!!

Eure Emma

Und der Vorhang geht auf…

Hallo meine Lieben! 🙂

Wieder ist eine Woche (so gut wie) rum und ich muss euch unbedingt, unbedingt schreiben. Eigentlich hatte ich das schon längst vor, aber in Verbindung mit einem Versprechen, das ich auf Facebook ausgesprochen habe, habe ich dann doch bis zum Wochenende ausgeharrt. Glaubt mir, manches Mal musste ich mich auf meine zuckenden Finger setzen, in denen es nur so juckte, euch zu schreiben!!!

In dieser Woche haben sich einige äußerst positive Dinge für mich entwickelt. Mit manchem habe ich nicht gerechnet, mit manchem KONNTE ich einfach nicht rechnen.

Als erstes: Auf Facebook gibt es eine Veranstaltung; sie nennt sich die WM der Autoren. Ich trete in der Gruppe A an und habe mein erstes Duell hinter mir – gegen einen äußerst starken Gegner. Im Leben habe ich nicht gedacht, dass ich es schaffen würde, doch tatsächlich habe ich das Duell der Rosen (gegen meine geschätzte Kollegin Astrid Rose) für mich entscheiden können! Ich bin baff und glücklich, wie viele Menschen doch tatsächlich an mich glauben!
Morgen findet mein nächstes Duell statt, diesmal gegen Alissa Sterne. Ich wünsche mir natürlich von Herzen, dass ich auch dieses gewinne. Aber Alissa hat eine starke Fanbase. Na, wir werden es sehen!

Als zweites: Ich habe einen Verlag! Einen Verlag für meine Lucy! Ich kann es kaum glauben, aber es ist wahr!! Es handelt sich um einen ganz neu gegründeten Verlag, den Büchereulen-Verlag. Passt super gut zu mir, nicht wahr? Ich bin, gemeinsam mit meiner Kollegin Anna Fricke, quasi von Anfang an dabei und das ist eine spannende, aufregende Angelegenheit für uns!! Der Vertrag ist unterschrieben und das Manuskript wird gerade von der Lektorin bearbeitet…

Und nun kommen wir zu…

Drittens! Die Veröffentlichung von meinem zweiten Buch, „Frühstück ausgeschlossen“, nähert sich rasant. Man kann es nur als Fügung bezeichnen, dass ich meine Covergestalterin passend genug angesprochen habe, dass sie aktuell stattfindende Dreharbeiten bzw. Shootings nutzen konnte, um ein Cover für mich zu erstellen. Und ich muss euch sagen – es war Liebe auf dem ersten Blick! Gerne möchte ich euch das wunderschöne Titelbild meines kommenden Buches zeigen; möchte meine Freude mit euch teilen.

Ich bin sehr gespannt, was ihr dazu sagt!

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Ist es schön, oder ist es schön??? Ich bin soooo glücklich!!

Das waren erstmal die Neuigkeiten der Woche von meiner Seite. Eine ganze Menge, wie ich finde, oder was denkt ihr?
Was gibt es bei euch so neues?? Ich bin gespannt!

Habt noch einen schönen Samstag, meine Lieben!

Eure Emma (euphorisch)

Lina – Hoffnung auf Leben

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Lina - Hoffnung auf Leben

Meine Lieben!

Nun ist es tatsächlich soweit. Lina ist erhältlich – auf Neobooks und auf Amazon, in allen gängigen Formaten.

WOW!

Ich kann gar nicht beschreiben, was für ein Gefühl das für mich ist. Ich habe so viel Zeit, Energie und Emotionen in diese Veröffentlichung gesteckt. Seit so vielen Jahren arbeite ich an Lina, habe immer wieder Phasen der intensiven Arbeit erlebt, in Form des Schreibens oder des Überarbeitens. Die Arbeit hat mich beschäftigt, mich überwältigt und mich berührt, was bei dem speziellen Thema auch nicht ausbleibt. Lange hat Lina in meiner Schublade gelegen – sinnbildlich gesehen – und darauf gewartet, dass der rechte Zeitpunkt kommt.

Und der – der ist nun gekommen.

Es ist… einfach umwerfend. Insbesondere die letzten Wochen waren geprägt von viel Arbeit. Korrektur, Formatierung, all das sind notwendige Übel, die einem kleine Falten ins Gesicht treiben. Wie gut, dass diese durch die Veröffentlichung schnell in Lachfältchen umgewandelt werden, denn das Gefühl, tatsächlich das eigene Buch in der Hand zu haben – sei es als ebook oder als Printbuch – das lässt sich mit keinem Gold der Welt aufwiegen.

Ich könnte jetzt Lobeshymnen anstimmen, mich bei all jenen bedanken, die mich auf diesem Weg begleitet haben und auch weiterhin begleiten, doch all das steht bereits in der Danksagung, ganz hinten in meinem Lina-Baby, und ich will mich da nicht wiederholen. Eins ist jedoch klar: Dieses Gefühl, das ich nun erleben darf, verdanke ich auch vielen Personen, die mich unermüdlich unterstützt haben. Danke dafür!

Obwohl ich ganz am Anfang des Verkaufes stehe, habe ich, zum Großteil ohne viel Werbung, bereits über 20 Exemplare verkauft und war sogar kurz in den Top 100 im Bereich Drama auf Amazon. Das ist mehr, als ich mir erhofft habe, und ich wünsche mir von Herzen, dass es so weiter geht.

An dieser Stelle möchte ich euch gerne das Cover meiner Lina vorstellen, vielleicht findet ihr es ja ansprechend und habt Lust, mal reinzuschnuppern und ein solches Exemplar zu erstehen. Auch freue ich mich über jegliches Feedback, Bewertungen und co. Morgen wird es übrigens ein Interview von mir auf einem anderem Blog geben, seid hier und auf Facebook aufmerksam, wenn ihr es lesen wollt.

Ich habe jetzt erstmal nicht viel mehr zu tun, außer das Gefühl zu genießen, dass ich meinen Traum trotz allem niemals aufgegeben habe – und ihn jetzt tatsächlich wahr geworden erleben kann. Es wird weiter gehen, es wird mehr von mir geben. Versprochen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend,

eure Emma

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Bei Interesse an meiner Lina könnt ihr hier vorbeischauen:

Neobooks für ebooks im epub/pdf-Format
Amazon für ebooks im mobi-Format/Printbücher

… viel Spaß beim Lesen!

Lesezeichen

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Lesezeichen

Meine Lieben!

Gestern sind endlich die in Auftrag gegebenen Lesezeichen angekommen! Und ich muss sagen – wow. Die Bilder werden dem wahren Produkt definitiv nicht gerecht.
Die Lesezeichen sind richtig, richtig schön geworden. Die 100 Exemplare, die ich zunächst bestellt habe, werde ich wohl bald aufstocken müssen, da schon jetzt ein Großteil verplant ist.
Und in jedem Fall habe ich nun Lesezeichen passend zum Veröffentlichungstermin meines Buches, wie toll ist das eigentlich?! 🙂

Ich freue mich so und musste das einfach mit euch teilen.

Ich wünsche euch noch einen schönen, gemütlichen und verregneten Sonntag (zumindest sieht es bei mir so aus)!

Liebste Grüße,

eure Emma

Alkohol + Verunsicherung = Drama

Hallo, meine lieben Leser!

Schon wieder kann ich euch mit einem breiten Lächeln im Gesicht schreiben. Könnt ihr euch noch an letzte Woche erinnern? Da hatte ich das Bild von Lina und Eric gepostet, dass ich von einer lieben Freundin zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Ich war so unendlich glücklich darüber, dass ich es mit euch teilen musste.

Nun, heute ist es schon wieder so, dass mich ein ganz bestimmter Mensch zum Lächeln gebracht hat – und wie! Heute erhielt ich ein Paket von der Autorin der Seite „Selbstgeschriebe Geschichten“ , mit der ich schon seit längerem einen schönen, bereichernden und intensiven Kontakt pflege.

Einfach so!

Ganz viel Naschereien, Badezusätze und sogar einige Hinweise, wie ich mich in ihrem Genre versuchen kann, das mich zwar sehr reizt, zu dem mir aber noch der Zugang fehlt. Tipps, Textbeispiele aus ihrer Feder (die sehr wertvoll sind, da ich sie für hochbegabt halte) und somit eine unglaubliche Hilfe, um mich diesen Genre anzunähern. Dazu liebe Worte und ganz viel fürs Herz. Ich bin so wahnsinnig glücklich, dass ich das einfach mal mit euch teilen muss! 🙂 Ich kann es kaum fassen, dass ich so tolle Menschen um mich herum habe. Es rührt mich tief im Herzen, dass ich dieses Glück erleben kann, denn selbstverständlich ist das heutzutage nicht mehr! Ich hoffe sehr, dass auch ihr den ein oder anderen Mensch habt, der euch alleine durch seine Anwesenheit, durch sein Dasein zum Lächeln bringen kann.

Meinen heutigen Beitrag möchte ich Valerie widmen, der neugewonnenen Freundin, die ich nicht mehr missen möchte.

Ich hoffe ihr anderen seid jetzt nicht allzu neidisch, weil ich Woche um Woche mit meinen tollen Freunden prahle. Es muss einfach sein, ich muss es mit der Welt teilen. Dafür teile ich nun ja auch wieder etwas von meiner Lina mit euch – die in absehbarer Zeit im Handel erhältlich sein wird. Auf jeden Fall noch bevor ich sie hier zu Ende fortgesetzt habe, so viel kann ich versprechen. 🙂
Auch wenn die Fortsetzung heute nicht ganz so viel von Endorphinen durchmischt ist, wie ich es gerade bin, hoffe ich dennoch, dass ihr viel Spaß beim Lesen habt.

Ich wünsche euch einen tollen, sonnigen Nachmittag und schöne Osterfeiertage im Kreise eurer Liebsten! Lasst es euch gut gehen und entspannt eure Seele!

Viele Grüße,

eure Emma

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Es war weit nach drei Uhr, als sich die Party langsam aber sicher auflöste. Nur der ganz harte Kern, der sich vorgenommen hatte, bis zum Morgengrauen zu bleiben, hielt die Stellung. Marina, Thomas, Eric und Lina wollten jedoch nach Hause. Das andere Pärchen bot ihnen an, sich gemeinsam ein Taxi zu nehmen, doch Eric schlug das Angebot aus. Er wollte lieber zu Fuß nach Hause gehen, in der Hoffnung, an der frischen Luft wieder einen etwas klareren Kopf zu bekommen.
Und eventuell noch ein bisschen mit Lina reden zu können.
Die ersten Meter liefen sie schweigend. Lina hatte große Schwierigkeiten, geradeaus zu gehen. Ihr persönlich wäre ein Taxi lieber gewesen, doch sie hatte nichts gesagt, als Eric das Angebot abgelehnt hatte. Ihr war nicht ganz klar, wie sie es bis in ihr Bett schaffen sollte, ohne vorher einfach umzufallen. Auf der einen Seite war sie völlig aufgekratzt vom Tanzen und vom Roten Bullen, auf der anderen Seite hundsmüde und ihre Füße taten weh. Außerdem musste sie dringend auf die Toilette.
„Hat es dir gefallen?“, fragte Eric sie schließlich leise.
„Ja. Es war lustig“, erwiderte Lina automatisch. In gewisser Weise stimmte es ja auch. „Und dir?“
„Es war nett.“ Eric verstummte, doch man sah, dass er noch nicht fertig war. „Weniger schön war es zu sehen, wie die anderen dich mit ihren Blicken verschlungen haben.“
„Bitte was?“, prustete Lina los. Das kam ihr so abstrus vor, dass sie erst einmal stehenbleiben musste.
Eric runzelte die Stirn. „Ich finde das gar nicht so lustig. Eigentlich fand ich es sogar ziemlich blöd.“
Der Alkohol war ganz bestimmt schuld daran, weshalb sie einer so verqueren Logik folgte. „Achso. Es ist also so abwegig, dass mich jemand interessant findet?“
Eric knirschte mit den Zähnen. „Das habe ich nicht behauptet! Ich finde es nur schlimm, dass dich plötzlich alle angeifern, nur weil du mal ein sexy Outfit trägst und mit Marina tanzt, als hättet ihr zwei ein Verhältnis!“
Verschiedenste Antwortmöglichkeiten schossen ihr durch den Kopf – genügend Zündstoff hatte er ja gegeben – doch alles, was sie hervorbrachte, war: „Immerhin falle ich überhaupt mal jemandem auf.“ Sie setzte sich in Bewegung und eilte voraus, einen sprachlosen Eric hinter sich lassend.
Doch natürlich hatte er sich schnell wieder gefasst. „Was willst du damit sagen?“ Wie erwartet bekam er keine Antwort. Mit großen Schritten holte er auf, bis er neben Lina ging. „Warum habe ich das Gefühl, als würdest du mir irgendetwas unterstellen?“
Lina schüttelte nur leicht den Kopf.
Eric merkte, wie er immer wütender wurde. „Ich glaube nicht, dass es das ist, was du willst! Irgendeine Wichsvorlage für pubertierende Jugendliche zu sein!“
„Wichsvorlage? Bist du vollkommen übergeschnappt?“, keifte Lina zurück. „Wer spricht denn von so was, wenn nicht irgendein ebenso pubertierender Jugendlicher?“
Eric atmete tief durch. „Dann nenn es anders, meinetwegen. Aber mehr ist das doch nicht, wenn plötzlich sämtliche Jungs, die sonst kaum einen Gedanken auf dich verschwenden, große Augen bekommen, nur weil du dich verdammt sexy auf der Tanzfläche bewegst!“
Linas Herz pochte schneller. „Sexy?“
Eric verdrehte die Augen. „Natürlich sah das sexy aus, was denkst du denn?“ Am liebsten hätte er hinzugefügt, dass auch ihm ziemlich warm dabei geworden war, doch das konnte er sich im letzten Moment verkneifen. Seine Wut verpuffte wieder bei dem entwaffnenden Anblick ihrer Verblüffung. Nun konnte er sich wieder sicher sein, dass das alles nur unbewusst gewesen war. Dass sie niemals gezielt vorgehabt hatte, sämtliche männliche Geschöpfe im Raum scharf zu machen.
Und das tat seiner Eifersucht gut.
Es passte wieder zu der Lina, die er kannte. Im einen Moment weise wie eine alte Frau, dann wieder unschuldig wie ein zehnjähriges Mädchen. Er schluckte.
Sie hatten fast das Haus der Jansens erreicht.
Lina kämpfte mit sich. Sie wusste nicht, ob sie die Worte aussprechen sollte, die ihr so auf der Seele brannten. Jetzt wäre genau der richtige Zeitpunkt, genügend Alkohol hatte sie intus. Morgen hätte sie wieder keinen Mut dazu. Mit schwer klopfendem Herzen blieb sie vor der Haustür stehen und drehte sich zu Eric um. Im Halbschatten außerhalb des Lichtkegels der Straßenlaternen sah er nur schemenhaft ihr Gesicht. Lediglich ihre großen Augen leuchteten ihn klar an. Er sah sofort ihre Unsicherheit.
„Fandest du mich sexy?“, wisperte sie schließlich und sprach endlich das aus, was sie den halben Abend schon beschäftigte. Sie klang ängstlich, angespannt… und irgendwie auch ungläubig.
Eric räusperte sich, bewusst, dass er nun nicht mehr aus dieser Situation herauskam – außer er würde lügen. Und das kam nicht in Frage. „Ja, das fand ich. Und ich finde dich auch sonst ziemlich… anziehend.“
Linas Herz klopfte rasend schnell und schwer. „Aber…“
Eric legte seinen Zeigefinger auf ihre Lippen. „Wollen wir nicht lieber rein gehen? Es ist doch viel zu kalt hier draußen.“
Lina ging rückwärts, bis ihr Rücken an die Tür stieß. Ihre Augen waren groß und schimmerten. Diese Antwort hatte sie so unvorbereitet getroffen, dass sie nicht wusste, was sie darauf sagen solle.
Bestimmt lügt er. Das sagt er nur, weil er denkt, dass er es muss!, schoss es ihr durch den Kopf, während sie nach dem Türknauf tastete.
Eric verringerte den Abstand, den sie zwischen ihnen geschaffen hatte, bis er ganz nah vor ihr stand. Ihre Knie wurden weich. „Was ist los, Lina?“
„Ich…“ Der Mut verließ sie schon wieder, doch als sie sich von ihm abwenden wollte, hob Eric seine Hand an ihr Kinn und zwang sie wieder, ihn anzuschauen.
„Lina, bitte sag mir, was in dir vorgeht!“, drängte er sie mit rauer Stimme.
In dem Moment brannte eine Sicherung in ihr durch, denn anstatt ihm eine Antwort zu geben oder abzuwinken, drückte sie sich impulsiv an ihn und gab ihm einen forschen, drängenden Kuss.
Eric, der mit dieser Reaktion am wenigsten gerechnet hatte, umschlang sie instinktiv und presste ihren kleinen, schmalen Körper ganz fest an sich. Er erwiderte ihren Kuss, genoss das Feuerwerk der Gefühle und der Lust, die sich in ihm ausbreitete, und…
…schob sie ganz plötzlich von sich, als er merkte, wie er steif wurde. Im selben Moment erkannte er, was für einen Fehler er gemacht hatte, als ein Ausdruck tiefster Verletztheit über Linas Gesicht huschte.
Das ist nur zu deinem Schutz! Verstehst du das nicht?, hätte er sie am liebsten angeschrien, doch das Bewusstsein, dass Lina das allererste Mal einen Schritt auf ihn zugemacht hatte – und er sie eiskalt abgewiesen hatte, denn so musste es ihr vorkommen – verschlug ihm die Sprache.
„Bitte lass mich rein. Ich will ins Bett“, wisperte Lina kaum hörbar.
Eric wusste nicht, wann genau dieser Abend eine so katastrophale Wendung genommen hatte. Er verfluchte den Alkohol. „Lina, bitte lass mich erklären-“
„Jetzt!“, befahl Lina, und plötzlich klang ihre Stimme wie Stahl, denn so fühlte sie sich in ihrem Innersten. Sie wusste nun, dass Eric gelogen hatte. Wenn er sie so anziehend fand, warum hatte er sie dann so von sich geschoben? Nein, er sah in ihr immer das Missbrauchsopfer. Ein kleiner wandelnder Benefizhaufen, an dem er Gutes tun konnte, wenn ihm danach war, mehr aber auch nicht.
Kaum hatte Eric die Tür mit zittrigen Händen einen Spalt weit aufgeschoben, als Lina schon im Haus verschwand und in ihr Zimmer flüchtete

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Unfassbar

Hallo, meine Lieben!

Ich möchte euch gerne auf den neuesten Stand bringen, denn derzeit passiert wirklich eine ganze Menge!! Könnt ihr euch noch an meinen Beitrag von vergangener Woche erinnern? Nun, mittlerweile ist der erste Teil von Lucy abgeschlossen und natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, im Rahmen einer gemeinsamen Schreibnacht direkt mit dem zweiten Teil weiterzumachen.

So viel also zu meinen Vorsätzen *lach*

Immer häufiger werde ich gefragt, wann Lina tatsächlich erhältlich sein wird, in welchen Formaten man sie kaufen kann und eben auch, ob es eine Fortsetzung geben wird. Das motiviert mich so sehr, das könnt ihr euch vermutlich kaum vorstellen! In jedem Fall habe ich in den vergangenen Tagen alles daran gesetzt, mich dem Schritt Veröffentlichung immer mehr zu nähern.

Der erste große Schritt war wohl das Finden einer Grafikdesignerin, die mir das Buchcover erstellen wird. Dank einem Tipp von meiner lieben Kollegin Sonja Planitz (sie schreibt auch tolle Bücher, sucht doch mal nach ihr bei Amazon) habe ich jemanden gefunden, der mir mein Cover genau so erstellen kann, wie ich es mir von Anfang an gewünscht habe! Schon alleine der Rohentwurf hat mich richtig umgehauen. Meine Sorge, dass gerade die Suche nach einem Designer und die entsprechende Umsetzung sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würde, hat sich gelegt und ich weiß nun mit Sicherheit, dass dies nichts am geplanten Veröffentlichungstermin ändern wird. Im Gegenteil – bisher hatte ich gedacht, es würde Ende Mai werden, doch mit großer Sicherheit wird Lina schon viel eher zu haben sein!

Ein weiterer großer Schritt war das endgültige Festlegen eines Titels. Nur ausgewählte enge Freunde kennen diesen bereits, ihr anderen müsst euch – leider – noch etwas gedulden! 🙂

Das Impressum ist geschrieben und wartet nur noch darauf, eingefügt werden zu können.

Ganz besonders aufregend ist es, dass ich meine Danksagung geschrieben habe. Schon seitdem ich lesen kann, habe ich jedes Mal, wenn ich die Danksagung anderer Autoren gelesen habe, eine kribbelige Aufregung gespürt. Alleine die Vorstellung, wie sich die Autoren beim Schreiben dieser Worte gefüht haben müssen…. der Wahnsinn. Und jetzt – ja, jetzt habe ich meine eigene Danksagung formuliert. Gar nicht so einfach, dafür aber unglaublich tiefgründig und irgendwie auch intim. Klingt jetzt komisch, aber anders kann ich es nicht beschreiben. Sich plötzlich vor allen bei bestimmten Menschen zu bedanken ist ein unbeschreibliches Gefühl. So persönliche Worte, für alle lesbar… aber es musste so sein. Ich wollte es. Und ich freue mich darauf, wenn alle lesen können, was für tolle Menschen ich an meiner Seite habe!

Natürlich mache ich jetzt auch schon meine Hausaufgaben und erkundige mich, wie genau ich das alles bei Createspace und KDP machen muss. Es wird noch einmal eine ganz schöne Herausforderung für mich, alles so einzustellen, wie es eingestellt werden muss, denn ihr sollt ja eine gut formatierte Ausgabe erhalten! Ich werde immer sicherer und kann es kaum noch erwarten, meine Lina auf Reisen zu schicken. Ihr fragt euch jetzt vielleicht, was mich noch abhält? Ich warte auf eine letzte Korrektur, die ich aber vermutlich noch heute erhalten werde. Diese muss eingearbeitet werden und ich werde abschließend noch ein letztes Mal über die Geschichte drüberlesen müssen.

Und dann? Ja, dann brauche ich nur noch das Cover – und es ist soweit!!! 🙂

Ich kündige vorsichtig an, dass meine Lina ab Anfang Mai zu haben sein wird. Beschwören kann ich nichts, aber ich gebe mein Bestes! Hoffentlich mache ich dann nicht nur mich, sondern auch euch glücklich! 🙂

Ihr seht, seit letzter Woche ist eine ganze Menge passiert. Ich kann es kaum erwarten, eure ersten Rückmeldungen zu hören, wie euch meine Lina im tatsächlichen Buchformat (oder ebook-Format) gefallen wird. Eins steht fest – ich bin aufgeregt wie noch nie, denn ich stehe kurz davor, meinen Kindheitstraum zu verwirklichen!

Ich werde fleißig daran weiterarbeiten!

Nun wisst ihr, wie es derzeit bei mir aussieht. Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag!

Alles Liebe,

eure Emma